Kürten Reloaded

Das zweite Seminar von Lennart & Tim

Vergangene Woche waren Lennart und ich auf unserem zweiten Seminar der IJGD-Bonn in Kürten und es hat das vorherige Seminar noch übertroffen. Als Mitglied des Vorbereitungsteams, hatte ich im Vorfeld schon einiges für das Seminar zu recherchieren und auch zu organisieren. Nach der Begrüßungsrunde gab es am Montagnachmittag ein Brainstorming zum Thema Globalisierung, indem wir uns alle auf den gleichen Stand brachten.

Am Dienstag beschäftigten wir uns mit dem Einfluss von Globalisierung auf Wirtschaft, Politik, Umwelt und Agrarindustrie. Als Einführung schauten wir einige kurze und informative Videos und lasen in Gruppen einige Texte dazu. Am Nachmittag ging es um die Gewinner und die Verlierer von Globalisierung. Um uns dies zu veranschaulichen, spielten wir ein Rollenspiel, dass sehr gut die verschiedenen Interessen von Gewinnern und Verlierern verdeutlichte.

Der Mittwochvormittag stand unter dem Motto “der Einfluss von Globalisierung auf andere Kulturen“. Dazu habe ich ein Planrollenspiel zum Land Nigeria erstellt, das sich aufgrund von jahrelanger Ausbeutung in einer katastrophalen Lage befindet. Im Anschluss schauten wir einen weiteren Clip zum Thema Konsum und Ernährung, was mir persönlich eine neue Sichtweise eingebracht hat. Nach dem Mittagessen haben wir uns mit der Frage „was ist fair?“ beschäftigt und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass es verschiedene Bereiche von Fairness gibt, die für jeden unterschiedlich (stark gewichtet) sind und niemals für alle Beteiligten zutreffen, woraus folgt, dass Globalisierung nie für alle fair sein kann. Den Abend verbrachten wir in Köln, wo wir uns in der Stadt und auf den Weihnachtsmärkten nach Zeichen von Globalisierung umsahen und öfter als erwartet fündig wurden.

Donnerstag schauten wir den exzellenten Film „Tomorrow-die Welt ist voller Lösungen“, der mögliche Lösungsansätze für die größten Probleme unserer Zeit zeigte, zum Beispiel alternative Währungsformen, die die lokale Wirtschaft stärken, Möglichkeiten wie  Menschen sich in Großstädten selbst versorgen können und andere Varianten eines demokratischen Systems. Den Nachmittag über, informierten wir uns über Freihandelsabkommen (besonders zu TTIP und CETA) und lernten einiges über die Vor-und Nachteile sowie über Schiedsgerichte. Am Abend kam ein Referent zu uns, der mit uns eine rege Diskussion führte, in der wir viele spezifische Fragen stellen konnten und unsere persönliche Meinung einbringen konnten.

Alles in allem war es eine wunderschöne Woche die uns viel Spaß bereitet hat, in der wir uns alle noch besser (und von anderen Seiten) kennen lernen konnten und so unsere Freundschaften weiter ausbauen konnten. Lennart und ich freuen uns schon sehr auf unser nächstes Seminar im Februar aber bis dahin heißt es erst mal wieder arbeiten 🙂

Viele Grüße Lennart und Tim

Berichte aus Kürten

Unser erstes Seminar macht Lust auf mehr

 

In der Woche vom 10. Bis zum 14. Oktober fand das erste Seminar von Lennart und Tim, organisiert von der ijgd-Bonn in Kürten statt. Wir haben uns schon im Vorfeld sehr darauf gefreut und freuen uns umso mehr, dass unsere Erwartungen übertroffen wurden.

Nachdem wir alle gegen Nachmittag angereist waren, haben wir einige Spiele zum kennen lernen gespielt (alias „ich packe meinen Koffer“), bei denen sehr lustige Spitznamen entstanden sind. Tim war direkt für den ersten Abend in die Kochgruppe eingeteilt und durfte sich an einer Kürbissuppe versuchen.

Der nächste Tag begann mit einer Vorstellung der ijgd, anschließend haben wir uns gegenseitig unsere Einsatzstellen vorgestellt. Am Nachmittag spielten wir ein Quiz zu unseren Rechten & Pflichten im FSJ.

Am Mittwoch haben wir einen politischen Projekttag unternommen. Wir sollten uns vorstellen, wir wären „König“ von Deutschland und uns überlegen, was wir in Deutschland ändern würden. Besonders interessant waren die daraus resultierenden Diskussionen, ebenso wie die Frage, wie wir unsere Vorschläge umsetzen können.

Donnerstag haben wir den Projekttag abgeschlossen und uns im Anschluss der Planung unserer zukünftigen Seminare gewidmet. Für das erste Seminar hat Tim sich gemeldet und so gab es für ihn, 5 Tage nach Beendigung des Seminars, ein Wiedersehen mit einigen aus unserer Gruppe. Wir haben uns, bei einem schmackhaften Mittagessen, konkrete Gedanken gemacht und werden nun alle einen Tag vorbereiten.

An unserem letzten morgen, haben wir das Seminar ausgewertet und noch einige Tipps und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft gesammelt.

Insgesamt war es eine anstrengende, produktive aber vor allem sehr schöne und lustige Woche. Besonders die Abende, an denen wir witzige Spiele gespielt oder uns einfach nur unterhalten haben waren toll und haben dazu beigetragen, dass wir uns alle, nach nur zwei Tagen super verstanden haben. Wir freuen uns jetzt schon, auf das nächste Seminar im Dezember.

Viele Grüße,

Tim und Lennart

 

Und unseres auch….

 

Die Seminargruppe 1 mit Annika, Vanessa, Jonas und Jan hatte vom 24.10. bis zum 28.10. ihr ijgd-Seminar in Kürten. Trotz des gleichen Trägers waren die beiden Seminare recht unterschiedlich.

Am Montagnachmittag haben wir unsere Seminargruppe kennengelernt, indem wir uns gegenseitig gemalt ,uns zu unseren Lebenszielen interviewt und den Seminarraum zu einer Weltkarte gemacht haben um zu zeigen wohin wir gerne reisen würden. Auch bei uns, hat die Kochgruppe danach angefangen zu kochen, doch wir vier wurden für den ersten Tag verschont.

Mit der Vorstellungen der Einsatzstellen war der Dienstag ähnlich zu dem von Tim und Lennart.

Am Mittwoch haben wir einen Ausflug nach Köln gemacht. Dort trafen wir die Leiterin des Europe Direct Programms in Köln und eine Referentin des Forums Ziviler Friedensdienst. Der obligatorische Pilgergang zum Sarg der Heiligen drei Könige im Kölner Dom, durfte bei so einem Ausflug natürlich auch nicht fehlen. Abschließend sind wir auf den 103m hohen LVR Turm gestiegen und haben Köln von oben betrachtet.

Auch bei uns stand der Donnerstag im Zeichen des kommenden Seminars und dessen Planung. Wir machten uns in Kleingruppen darüber Gedanken, welche Themen uns interessieren und wie wir diese umsetzten könnten. In einem recht langwierigen Findungs- und Abstimmungsprozess, der jeder Koalitionsverhandlung Ehre gemacht hätte, haben wir uns schließlich auf das Thema: Extremismus geeinigt. Auch Annika und Jan haben sich für das Planungskomitee gemeldet.

Am abschließenden Freitagvormittag ließen wir die Woche noch einmal Revue passieren. Durchweg hatten alle Teilnehmer viel Spaß und freuen sich schon auf das nächste Seminar. Besonders die langen, diskussionsreichen Abende und die harten Liggretto-Partien in der Mittgaspause, sind den Meisten, neben dem Kennenlernen und Zusammenwachsen unserer Seminargruppe, gut in Erinnerung geblieben.

Diesen Zusammenhalt hoffen wir auf dem nächsten Seminar vertiefen zu können.

Viele Grüße,

Annika, Vanessa, Jonas und Jan

 

 

Isch Over – Der Abschlussbericht

„Da steh‘ ich nun,  ich armer Tor und bin so schlau als wie zuvor.“ –  Glücklicherweise  ist eben dieser Fall nicht eingetreten, unser am 31. August ausklingendes Freiwilliges Jahr im Politischen Leben war ein Erfolg auf ganzer Linie. Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten unendlich viele Erfahrungen sammeln dürfen, haben die Arbeit in einem Büro kennengelernt, haben Veranstaltungen begleitet sowie vor- und nachbereitet, Recherchen durchgeführt und sind unseren Kollegen nach bestem Wissen zur Hand gegangen. Dass man zum Beginn eines FSJ-Ps als vollkommen unausgebildeter junger Mensch in eine funktionierende Organisation kommt, in der zur Integration viel Zeit, Geduld und Einsatz gefordert ist, war uns vorher klar, umso dankbarer sind wir für die Möglichkeiten, die uns in der KAS geboten wurden. Denn nicht nur, dass man uns Zeit und Verständnis für Fehler oder Unaufmerksamkeiten eingeräumt und uns behutsam und ohne Druck an die Arbeit herangeführt hat, wir durften in quasi alles hineinschnuppern, was uns interessierte. Das ging von Sitzungen zur Konzeption von Großveranstaltungen oder Programmen für Jugendliche, über die Begleitung von Abendveranstaltungen oder solchen mit hohem politischen Besuch, als Beispiel seien Adenauers Geburtstag auf dem Petersberg und die FAZ-KAS-Debatte im Düsseldorfer Landtag genannt, bis hin zu Ausflügen nach Berlin zu IKPK und Tag der KAS. Somit wurde uns ein umfassender Einblick in die Arbeit der KAS ermöglicht, auch weit über die Grenzen unserer Hauptabteilung Politische Bildung hinaus. Zudem war unser Feedback als relativ Außenstehende stets gefragt und unsere Anliegen wurden immer mit einem offenen Ohr bedacht. Auch der Spaß bei der Arbeit kam nicht zu kurz, wir drei erfreuten uns nämlich im gesamten Jahr einer wirklich exzellenten Atmosphäre im gemeinsamen Büro, in dem man sowohl konzentriert seinen Aufgaben nachgehen, aber auch in ruhigeren Momenten viel Lustiges erleben konnte.

Doch auch diese sehr schöne Zeit war von vornherein begrenzt und so sind wir drei nicht untätig geblieben bei der Planung unserer Zukunft. Trotzdem werden wir alle der KAS auf die ein oder andere Weise verbunden bleiben, die Möglichkeiten sind schließlich vielfältig, sei es als Studentische Hilfskraft, als Tagungsleiter oder Stipendiat der Begabtenförderung, eines Tages kommen wir wieder, keine Frage.

Bereits seit vergangenem Mittwoch, sind wir dabei unsere Nachfolger einzuarbeiten, sie haben ihren Freiwilligendienst am 24. August angetreten und werden ab nächster Woche mit einer Vorstellung von sich den Blog übernehmen, deswegen wollen wir nicht zu viel verraten.

Zu guter Letzt bleibt nicht viel mehr, als uns bei allen zu bedanken, die uns im nun abgelaufenen Jahr begleitet und unterstützt, die uns gefördert und gefordert haben. An dieser Stelle sei besonders Frau Kindler erwähnt, die sich ab dem ersten Tag herausragend um uns drei gekümmert hat und das immer noch tut, aber auch Frau Böwing, die vor allem in der ersten Hälfte des FSJ-Ps Fabian bei der Arbeit für die Wissenschaftlichen Mitarbeiter unterstützt und angeleitet hat.

Und wie wir begonnen haben, so hören wir auch auf, mit einem Zitat aus Goethes Faust: „Zum Augenblicke will ich sagen, verweile doch, du bist so schön.“

Tschüss!

Europa eine runde Sache?! – Das Jugendcamp

In einer ereignisreichen zweiten Junihälfte waren die drei FSJ-Pler quasi ununterbrochen unterwegs und kaum im Büro. Zunächst stand das letzte Bildungsseminar der ijgd in Obernhof an der Lahn auf dem Plan, wobei unter anderem der Landtag Hessens besucht wurde. Allerdings war das Seminar auch von einer gewissen Melancholie geprägt, denn die Gruppe war allen in den vorangegangenen drei Seminaren sehr ans Herz gewachsen.

Für große Traurigkeit war allerdings keine Zeit, denn bereits zwei Tage nach Ende des Seminars begann in der Sportschule Hennef das Jugendcamp der Konrad-Adenauer-Stiftung, eine Veranstaltung, die sich unter der Titel „Liberté, Égalité, Fraternité – Europa
eine runde Sache?!“ mit den vielfältigen Facetten Europas befasste, als Anlass diente die Fußball-EM in Frankreich. Im Einsatz waren gleich vier FSJ-Pler, neben den drei Jungs aus Sankt Augustin, unterstützte noch Rebecca, die Freiwillige aus dem Bildungsforum in Düsseldorf, das Team der KAS. Die Veranstaltung war insofern vor allem von Fabian mit Spannung erwartet worden, als dass er doch bereits seit der ersten Planungssitzung in der Konzeption und Organisation mit dabei gewesen war. Die drei Tage in Hennef waren insgesamt ein großer Erfolg, aber seht selbst…

Für einen Teil der Gruppe ging es statt nach Hause nach Straßburg. Mit dabei waren auch Lars und Rebecca. Nachdem die Gruppe ihr Hotel bezogen hatte, stand ein Besuch des Europarats auf dem Programm. Bei der sachkundigen Führung wurde den Schülern auch die Möglichkeit geboten Fragen zu stellen. Nachmittags lernte die Gruppe bei einer Stadtführung unter dem Motto „Europa vor Ort erleben“ das Zentrum Straßburgs kennen. Zum Abschluss dieses spannenden, aber auch langen Tages gab es abends die wohlverdiente Stärkung im Flammkuchenrestaurant.IMG_20160629_114335

Am nächsten Morgen besuchte die Gruppe das Europäische Parlament. Leider fand unser Besuch in einer sitzungsfreien Woche statt, weswegen die Schüler ein ruhiges Gebäude vorfanden. Daraus folgte aber auch der positive Effekt, dass die Gruppe überall herumgeführt wurde. Nachdem im Parlament ein kraftspendendes Mittagessen zu sich genommen wurde, reiste die Gruppe weiter nach Colmar. Bei bestem Wetter wurde der Gruppe eine Stadtführung zum Thema „Colmar: Wechselvolle deutsch-französische Geschichte vor Ort erleben“ geboten. Abends ging es dann zurück zum Hotel.

Am letzten Tag wurde als Abschluss eine Ausstellung im Lieu d’Europe zum Thema „Europäische Geschichte verstehen“ besucht und am frühen Donnerstag Abend war die Gruppe zurück in Deutschland.

Insgesamt war der Besuch in Straßburg ein Erfolg und die Schüler nahmen einiges zum Thema Europa mit nach Hause.

1. ijgd Seminar – Ein bunter Haufen Freiwilliger

Die Trägerorganisation des FSJ-P die ijgd verpflichtet ihre Freiwilligen zum Besuch von fünf Seminaren, bei denen sich die Freiwilligen treffen und über selbstgewählte Themen und natürlich über ihre Einsatzstellen sprechen. Das erste dieser Seminare fand im Oktober in Königswinter statt.

Gegen halb zwei trafen die meisten von uns an der Bahnhaltestelle ein und gingen gemeinsam zur Unterkunft. Der erste Tag verging wie im Flug, bei typischen Aktionen wie dem Erstellen von Steckbriefen lernten wir uns schnell und unkompliziert kennen. Auch wenn die Aufgabe des Portrait-Zeichnens die meisten von uns als nicht allzu talentiert enttarnte.

Unsere Seminare folgen dem Leitbild der Selbstorganisation, dementsprechend auch der Selbstversorgung. Meine Kochgruppe, zu der auch mein Kollege Lars Schumacher aus St. Augustin gehörte, war abends direkt an der Reihe und meisterte alle Herausforderungen dank Teamwork mit Leichtigkeit.

Der Dienstag war von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und zusammen mit der Seminargruppe Hessen besuchten wir in Bonn das Kanzlerbungalow, die Ausstellung „Unter Druck – Medien und Politik“ im Haus der Geschichte und liefen den „Weg der Demokratie“ entlang.

Am nächsten Tag bereiteten wir vormittags einige Reden vor, die am Nachmittag bei der Simulation einer Bundesratssitzung im alten Bonner Bundesratsgebäude gehalten werden sollten. Diese Simulation, erneut gemeinsam mit der Seminargruppe Hessen, war für alle spannend und ungewohnt, da es im Bundesrat beispielsweise unüblich ist, nach Reden zu klatschen.rLSxeCAvJlu5hR7Hq0kAelhTapbauKoPzlZeRCATjWo

Abends unternahm unsere Seminargruppe etwas in Bonn, anstatt wie sonst im Aufenthaltsraum Werwolf zu spielen und zu quatschen.

Das Pflichtthema am Donnerstagmorgen, „Rechte und Pflichten im FSJ-P“ gestaltete sich netter als erwartet und am Nachmittag, bei der Sammlung von Vorschlägen für das Thema des nächsten Seminars im Januar, waren alle voller Elan dabei.

Bei einer Gruppe Freiwilligendienst-Absolventen ist die Motivation, bei der Organisation des nächsten Seminars zu helfen, natürlich wesentlich höher als man das aus Schulzeiten gewöhnt ist. Es wurde gelost, zwei Mädchen, zwei Jungs.

Jana, Max, Farras und ich werden also mit den beiden Teamern das nächste Seminar planen.

Freitag, Tag der Abreise: Nach dem Aufräumen und der Abschlussrunde setzte sich der Großteil der Gruppe Richtung Bonn in Bewegung. Doch damit man sich nicht erst im Januar wiedersieht stehen bereits die ersten Weihnachtsmarkt-Verabredungen auf dem Plan!

Alles in allem war es eine großartige Woche mit offenen, motivierten, politikinteressierten Menschen. Wir hatten viel Spaß und freuen uns auf das nächste Seminar!

Rebecca Zenk, Düsseldorf

Bildungsseminar in Berlin

Vergangene Woche waren wir gemeinsam mit allen anderen FSJP’lern aus NRW auf einem Bildungsseminar des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (ijgd) in Berlin. Das Thema des Seminars lautete „Die DDR: Geschichte, Politik und Alltag“. Natürlich waren auch die FSJP’ler der Konrad Adenauer Stiftung aus Dortmund und Düsseldorf mit von der Partie.

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Schon auf der Hinreise machten wir einen ersten Zwischenstopp am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt/Marienborn, dem größten Grenzübergang zu DDR. Ein Zeitzeuge führte uns herum, ließ uns vom Wachturm aus das gesamte Areal überblicken und erläuterte verschiedene Fluchtmethoden von DDR Bürgern.

Am folgenden Tag nahmen wir an einer ganztägigen Stadtführung in Berlin teil, wobei der besondere Schwerpunkt auf DDR-geschichtlich relevanten Bauten und Orten lag. Der Mittwoch war für uns der interessanteste Tag. Zuerst besichtigten wir den ehemaligen Grenzübergang Glienicker-Brücke, an welchem wir spannende Informationen zu den dort stattgefundenen Agentenaustauschen bekamen. Als nächstes wurden wir durch das Stasigefängnis Potsdam geführt und hatten danach ein sehr bewegendes Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Insassen, welcher uns die menschenverachtenden Haftbedingungen und Foltermethoden sehr anschaulich näherbrachte.

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Am Donnerstag lernten wir im Museum der Kulturbrauerei nun auch einmal das Alltagsleben in der DDR kennen, mit allen seinen Hürden und Mängeln. Für uns alle war es sehr bewegend zu sehen, unter welch prekären Umständen die Menschen in der DDR zu leben hatten.

Bei all den sehr informativen Besichtigungen und Vorträgen am Tag blieb uns in den Abendstunden aber immer noch genug Zeit, um in kleinerer Runde Berlins Bars und Kneipen zu erkunden. Dort lernten wir auch Ricardo kennen, den ehemaligen FSJP’ler der KAS aus Berlin. Er ist nun Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung und studiert in Potsdam Politik.

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Das Seminar war ein voller Erfolg. Wir konnten viele politische Inhalte mitnehmen und haben neue interessante Kontakte geknüpft.

Jugendpolitiktag – Du und deine Stadt, nur chillen bewegt nichts

Am 9. März waren wir auf dem Jugendpolitiktag der KAS in der Jugendherberge Köln-Riehl. Nach langer Zeit der Vorbereitung ,mit dem Erstellen von Ablaufplänen und Packlisten, Umbuchungen und Abstimmungen mit den Kolleginnen und Kollegen war es nun soweit. Wir hatten bereits Sonntagabend alles vorbereitet und haben vor Ort übernachtet. Ebenfalls dabei waren die beiden FSJP’ler aus Düsseldorf und Dortmund, Celina und Jan.

Um 9:30 Uhr trafen die ersten Schüler ein, welche wir am Check-In begrüßten, ihnen ihre Namensschilder aushändigten und einen Workshop zuwiesen. Im Voraus hatten wir schon ein Interview geplant und spannende Fragen vorbereitet. Nun war es endlich so weit, wir waren sehr erfreut darüber, dass Frau Dr. Piepenschneider und Frau Serap Güler MdL, Schirmherrin der Veranstaltung, kurz Zeit gefunden hatten um ein Interview mit uns zu führen. Dann ging es dann auch schon los. Frau Güler begrüßte die Teilnehmer und machte deutlich, wie wichtig ihr ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen sei.

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Im Anschluss stellten sich in einer Podiumsdiskussion der Diözesan-Caritasverband, der Internationale Jugendgemeinschaftsdienst und die Junge Union als mögliche Anlaufstellen für ehrenamtliches Engagement vor.

Nach einem leckeren Mittagsessen ging es für die Teilnehmer in einen der sechs Workshops, wo wir jeweils in einem die Betreuung der Teilnehmer und die Assistenz für den jeweiligen Referenten übernahmen. Kim betreute den Workshop „Kraftpakete“ der Young Caritas. „Wir sind in die Kölner Innenstadt gefahren und haben uns für Kinder- und Jugendrechte stark gemacht. Mit dieser Aktion konnten wir den Jugendlichen zeigen, dass ehrenamtliches Engagement viel Spaß macht.“ Leon war bei dem Workshop des Projektes „Me 4 you“, bei welchem junge Mentoren sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund (Mentees) in ihrer Entwicklung unterstützen. „Nach einem kurzen Kennenlernspiel hat sich ein Mentoren-Mentee Paar vorgestellt und uns von seinen Erfahrungen mit dem Programm erzählt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, welch positiven Einfluss die Mentorin auf das Leben der Mentee hatte.“

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In der Abschlussrunde stellte jeder Workshop seine Aktivitäten und Ergebnisse auf kreative Weise vor. So wurde ein Lied vorgesungen, Bilder präsentiert und die Arbeit in Vorträgen erläutert.

Abschließend sind wir der Meinung, dass der Jugendpolitiktag ein voller Erfolg war. Wir freuen uns auf den nächsten im September!

Leon Schmidt und Kim Allendörfer

Bildquelle: © KAS/ Liebers