Seminar in der Villa la Collina in Cadenabbia – 25 Jahre Deutsche Einheit/ Mauerfall und Wiedervereinigung

Letze Woche war ich mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Cadenabbia. Dort habe ich an dem Seminar „25 Jahre Deutsche Einheit“ teilgenommen. Das Seminar fand in der ehemaligen Residenz von Konrad Adenauer, der Villa la Collina am Comer See, statt.

Spannende Beiträge von Frau Bergmann-Pohl, ehemalige Präsidentin der Volkskammer der DDR, bereicherten meinen Aufenthalt in Cadenabbia. Sie berichtete von ihrer Arbeit am Runden Tisch und der Volkskammer der DDR. Zusätzlich habe ich schöne Ausflüge nach Bellagio und Mailand machen dürfen.

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Letztendlich war mein Aufenthalt in Cadenabbia der perfekte Abschluss für mein Freiwilliges Jahr im politischen Leben. Der Abschied fällt schwer, jedoch bin ich froh, der Stiftung auch weiterhin erhalten bleiben zu dürfen.

Kim Allendörfer

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Die USA und Deutschland – Eine bewegte Fahrt über den atlantischen Graben

Vom 26. bis 30. Juli durften wir bei einer sogenannten „Summerschool“ der KAS, wo besonders leistungsstarke Schüler aus ganz Deutschland zu einem Seminar eingeladen werden, die Tagungsassistenz übernehmen. Bei der fünftägigen Veranstaltung mit äußerst abwechslungsreichen und spannenden Programmpunkten stand diesmal das Verhältnis Deutschlands zur USA im Mittelpunkt.

Am Sonntag den 26. Juli begann das Seminar mit den 28 Schülerinnen und Schülern in der Sportschule Hennef, welches vom Tagungsleiter Herrn Oberst a.D. Benkel eröffnet wurde und welcher auch in die Thematik einführte. Danach begann der gebürtige New Yorker Steven Hanft, welcher seit 20 Jahren in Aachen wohnt, mit einem Rückblick auf die deutsch-amerikanischen Verhältnisse und einer Erläuterung des jetzigen Standes der Beziehungen. Nach dem Abendessen gab er noch einen ganz persönlichen Einblick in seine amerikanische Sichtweise auf die deutsche Lebensart und landestypische Gepflogenheiten.

Der darauffolgende Montag stand ganz im Zeichen einer ganztägigen Exkursion in die Clay Kaserne der US Army nach Wiesbaden. Hier erwartete uns eine ganze Reihe spannender Programmpunkte. Der erste Programmpunkt war ein „Roundtable“ mit einer Gruppe von Offizieren aus unterschiedlichen NATO-Mitgliedsstaaten, welche von ihrer Zusammenarbeit auf internationaler Ebene berichteten. Danach durften wir einen Blackhawkhelikopter genaustens inspizieren und sogar vom Tower aus die Reglung des Flugverkehrs verfolgen. Hier gab es noch einen brisanten Zwischenfall, als der Funkkontakt zum Piloten aufgrund eines Systemabsturzes abbrach und diesem per Lichtsignal die Landerlaubnis erteilt werden musste.

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Zu Mittag aßen wir in der Kantine der Kaserne, welche original amerikanisches Essen für uns bereithielt. So gab es Cheesburger, Hotdogs und Sandwiches. Nach dem Mittagessen hatten wir die Ehre eine halbe Stunde mit dem Oberkommandierenden der US-Landstreitkräfte in Europa, Lieutenant General Hodges, zu sprechen und die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Fragen zum weltpolitischen Geschehen mit besonderem Aspekt auf militärische Sichtweisen stellen. Anschließend ging es wieder mit dem Bus zurück zur Sportschule Hennef.

Am folgenden Dienstag hielt uns Adam von Wald, Dozent an der Universität Duisburg-Essen, einen Vortrag über die zunehmende Polarisierung zwischen den Demokraten und den Republikanern. Besonderen Anklang fand sein zweiter Vortrag zum höchst aktuellen Thema der gesteigerten Gewalt durch US-Amerikanische Polizeibeamte, welche häufig rassistisch motiviert ist. Diese Thematik beschäftige die Schüler sehr und es wurden viele Nachfragen gestellt.

Für den Nachmittag war eine Kooperation mit der Akademie für Internationale Bildung (AIB) vorbereitet worden, bei welcher wir gemeinsam mit 25 jungen Amerikanerinnen und Amerikanern, welche im Rahmen des parlamentarischen Partnerschaftsprogramms für ein Jahr in Deutschland sind, einen Workshop zur Ausstellung „Torchbearers“ durchführten. Bei dieser Ausstellung des Künstlers Robert Schiffhauer ging es um den deutschen Widerstand gegen die NS-Herrschaft. Im Workshop mussten die Teilnehmer in einer kurzen Präsentation ihren ganz persönlichen Torchbearer aus der heutigen Zeit vorstellen. Anschließend gab es noch ein gemeinsames Barbecue im Garten der AIB.

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Mittwochvormittag erläutere uns Steven Hanft in einem ausführlichen Vortrag das politische System der USA und zeigte besonders die Unterschiede zum deutschen System auf. Auch erörterte er im Plenum, welcher der sich für das Präsidentschaftsamt zu Verfügung stellenden Kandidaten, die größten Chancen auf Erfolg habe. Nachmittags fuhren wir ins amerikanische Viertel der Stadt Bonn, in welchem wir uns die ehemalige Botschaft der USA, die Residenz des Botschafters und die amerikanische Siedlung von einer Stadtführerin zeigen ließen.

Abends trafen wir uns im „Weinhaus im Turm“ in Rhöndorf mit der US-Journalistenlegende Don Jordan zum Abendessen und ausführlichen Gespräch. Jordan hatte außerordentlich viele spannende Anekdoten aus seiner aktiven Zeit zu berichten und fuhr auf Grund der positiven Resonanz der Schüler sogar noch mit zurück zur Sportschule, wo er bis 2 Uhr morgens seine Erlebnisse zum Besten gab.

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Am letzten Morgen des Seminars waren alle Teilnehmer trotzdem noch motiviert bei der Sache als Herr Benkel mit einem Bericht über die militärische und politische Kultur in den USA und einer Auswertung das Seminar ausleitete. Anschließend kam noch als letzter Programmpunkt der Generalkonsul der USA aus Düsseldorf, Derek Kelly, um uns kurz seine Tätigkeit in Deutschland näherzubringen, dann aber für alle Fragen der Schüler, auch kritischerer Natur, offen war.

Nach dem Mittagessen war das Seminar dann offiziell beendet. Uns hat es viel Spaß gemacht mit den sehr engagierten und wissbegierigen Schülerinnen und Schülern zusammenzuarbeiten, aber auch selber viel Neues zu lernen.

Leon Schmidt

Online-Bootcamp – Schüler werden über die Gefahren und Verhaltensregeln im Netz aufgeklärt

In Kooperation mit der IT-Modellregion „BG 3000“ startete die Konrad-Adenauer-Stiftung mit rund 200 Schülern ein Online-Bootcamp, welches vom 15. bis zum 25. Juli im Kinopolis und im Friedrich-List Berufskolleg stattfindet. Das Bootcamp wurde ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler digitale Bildung näher zu bringen und Fragen rund ums Netz zu beantworten.

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Am Dienstag den 16.06 gab es zwei spannende Workshops. Der „Live-Hacking“ Workshop wurde von zwei Informatikstudenten, die beim Fraunhofer-Institut arbeiten, geleitet. Sie zeigten den Schülern, wie einfach ein Hackerangriff durchführbar ist und betonten: „ Auch der Junge von nebenan kann sich das Hacken beibringen!“. Anschließend wurden den Schülern Präventionsmaßnahmen vorgestellt und nach einem spannendem Vortrag gab es noch genug Zeit für eine ausführliche Fragerunde.

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Parallel führte Frau Wilbert, Koordinatorin Stabsstelle Methodik & Didaktik der KAS, einen Workshop über Medienknigge durch. Zuerst erklärte sie den geschichtlichen Ursprung des Begriffs Knigge und anschließend durften die Schüler in Gruppenarbeit Verhaltensregeln im Umgang mit Medien erarbeiten. Besonders häufig fielen die Begriffe Respekt, Würde und Verantwortungsbewusstsein.

Abschließend ist zu sagen, dass das Bootcamp ein voller Erfolg ist und wir uns auf die noch folgenden Wochen freuen.

Kim Allendörfer

Bonner Rede zur Demokratie

Im Museum Koenig in Bonn fand am 22. Mai 2015 eine spannende Veranstaltung statt. Wir waren natürlich wieder mit dabei, denn das Thema „Art. 21 GG im Blick – Wirken die Parteien (noch) bei der politischen Willensbildung des Volkes mit?“ interessierte uns persönlich sehr.

Eine Schulklasse bereitete Aufstelltafeln zum 21. Artikel im Grundgesetz vor. Es war besonders schön, sich auch mit jungen Menschen über politische Themen zu unterhalten und die Schulklasse setzte auch interessante Schwerpunkte in dem Austausch mit den Teilnehmern, welche die Aufstelltafeln bestaunten.

Bonner Rede zur Demokratie

Bevor die Veranstaltung losging, gab es Kuchen und Live-Musik. Kims ehemaliger Gitarrenlehrer spielte auf seiner Gitarre einen Mix aus modernen und klassischen Liedern.

Die Bonner Rede hielt Peter Müller, Richter des Bundesverfassungsgerichts. „Parteien müssen sich wieder öffnen, sie dürfen keine Tabus aufbauen. Im Gegenteil: Sie müssen mehr Profil wagen“ resümierte Müller und forderte gleichzeitig den „[…] Politikern, die einen verantwortungsvollen Dienst leisten, nicht den Respekt zu entziehen.“

In der Diskussionsrunde, die von Maria Grunwald moderiert wurde, diskutierten Peter Müller und Jens Spahn, MdB und Mitglied des Präsidiums der CDU, mit dem Publikum über die Zukunft der Politik. Viele Schüler meldeten sich zu Wort, und kritisierten, dass Politik mehr Transparenz bräuchte. Jens Spahn, der viele Veranstaltungen und Projekte mit Jugendlichen durchführt, war begeistert von dem Engagement der Jugendlichen und nahm Verbesserungsvorschläge mit Freude entgegen.

KAS-Stand auf dem Europatag in Bonn

Am vergangenen Samstag war die Konrad-Adenauer-Stiftung wieder auf dem alljährlichen Europatag der Stadt Bonn im Alten Rathaus vertreten. Der Tag stand dieses Jahr unter dem Motto: „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“, zu welchem über 40 Aussteller, darunter europäische und europapolitisch aktive Vereine, Organisationen, Stiftungen und Initiativen, informierten.

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Am Stand der KAS gab es von uns für die zahlreichen Besucher Informationen zu aktuellen Seminaren und Veranstaltungen zum Thema Europapolitik. Zudem waren interessante Broschüren zum Mitnehmen ausgelegt und eine spielerisch gestaltete Umfrage zur aktuellen Debatte um Souveränitätsabgabe von der nationalen auf EU-Ebene regte viele Diskussionen mit den Teilnehmern an. Des Weiteren wurde auch noch die Meinung zur Flüchtlingsproblematik, europäischer Identität und der Ukrainekrise per Flipchart abgefragt.

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Besonders freuen durften wir uns über den Besuch des Kandidaten der CDU zur kommenden Oberbürgermeisterwahl Herrn Sridharan, des Vertreters der Europäischen Kommission in Bonn Herrn Dr. Koppelberg und über den Europaabgeordneten der CDU Herrn Voss.

Seminar in der Gedenkstätte Buchenwald

Vom 26. bis zum 29. April waren wir gemeinsam mit der FSJP’lerin aus Düsseldorf, Celina, in den Gedenkstätten Buchenwald und Mittlebau-Dora. Wir begleiteten eine Fahrt von zwei Religionskursen aus der 11. Stufe des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Langenfeld.

Am Sonntag kamen wir gegen 14 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald an. Wir wohnten in den Gebäuden der Gedenkstätte, welche in den ehemaligen SS-Kasernen auf dem Lagergelände untergebracht waren; es war ein merkwürdiges Gefühl dort zu übernachten.

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Am ersten Tag wurden wir in den grundlegenden Aufbau des Lagers eingeführt. Wie wurden die Häftlinge zum KZ gebracht, wo und unter welchen Umständen waren Sie untergebracht und wie war der Verwaltungstrakt der Lager-SS aufgebaut? Alle diese Dinge wurden uns sehr anschaulich bei einem Rundgang über das Gelände erläutert und an den entsprechenden Orten präzise erklärt.

Am zweiten Tag besichtigten wir die Verbrennungsöfen der Anlage und stiegen auf einen Wachturm der SS-Wachmannschaften am Rand des Häftlingstraktes. Es war für uns und die Schüler sehr bewegend zu sehen, mit welcher Skrupellosigkeit die Häftlinge im Lager behandelt und ermordet wurden. Am Nachmittag hatten wir dann eine freudige Abwechslung; wir fuhren zu dritt ins nahegelegene Weimar, besichtigten das Schillerhaus, den Theaterplatz und die Herderkirche.

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Am dritten und letzten Tag in der Gedenkstätte beschäftigten wir uns mit dem sowjetischen Speziallager, welches nach der Zeit des KZ auf dem Gelände entstand und zu Internierung von Nationalsozialisten diente. Auch besichtigten wir noch den Steinbruch auf dem Lagergelände, in welchem die KZ-Häftlinge unter extremsten Bedingungen ohne technische Hilfsmittel arbeiten mussten.

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Am Mittwochvormittag machten wir dann auf dem Heimweg noch im ehemaligen KZ Mittelbau-Dora halt, wo Häftlinge, in unterirdische Stollen gepfercht, V1- und V2-Raketen für das NS-Regime gebaut haben. Die Stollen die wir hier besichtigten, machten einen sehr bedrückenden Eindruck auf uns, wenn man sich vorstellte, dass viele Häftlinge auf Grund der miserablen Versorgung dort ihr Leben ließen.

Abschließend sind wir uns einig, dass wir auf diesem Seminar sehr viel Konkretes über die Lagerwirklichkeit in einem KZ erfahren haben, es aber wichtiger ist, das System hinter dem Genozid zu verstehen, als die einzelne Grausamkeit zu betonen.

Jugendbeirat „Wir müssen Reden!“

Der Jugendbeirat der Konrad-Adenauer-Stiftung konstituierte sich im Oktober 2013. Er berät die Konrad-Adenauer-Stiftung für eine attraktive und ansprechende Gestaltung der Veranstaltungen und Publikationen für Schüler, Auszubildende, Studierende und junge Erwachsene.

Seit Frühling 2014 bin ich Mitglied des Jugendbeirats der Konrad-Adenauer-Stiftung und letztes Wochenende trafen wir uns in der Akademie der KAS in Berlin, um unsere halbjährliche Sitzung abzuhalten.

Es war schön junge Erwachsene kennen zu lernen, die auf verschiedene Art und Weise mit der Stiftung verbunden sind. Und ich freue mich sehr, dass Maike Matthiessen und Ich als Sprecherinnen des Jugendbeirats gewählt wurden.

Im nächsten Jahr haben wir schon viel geplant und auch zwischen den Sitzungen steht eine Menge Arbeit an. So findet zum Beispiel im Senatssaal der HU in Berlin 27. April ab 15 Uhr unser KAS Zukunftskongress: „The Day after Tomorrow. Wir müssen Reden!“ statt. Highlight der Veranstaltung: Poetry Slamer werden die Ergebnisse der Workshops zusammenfassen.

Natürlich hatten wir am Sonntag noch Zeit die Sitzung gemütlich bei einem Brunch ausklingen zu lassen. Anschließend wurde der Kreuzberg und ein Flohmarkt besichtigt.

Ich schaue auf ein sehr produktives und interessantes Wochenende zurück.

Bis Bald

Kim Allendörfer