„Schau hin! Setze ein Zeichen gegen Extremismus“

Jugendpolitiktag in Köln-Riehl
30.01.2018

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Der Ablauf im Vorhinein war schon  Routine. Die Materialien wurden zusammengestellt und vor allem haben wir wieder eine Menge JuPo-Beutel gepackt. Dies geht bei uns inzwischen sehr schnell. Vielleicht habt ihr das Video auf unserer Facebook Seite „Konrad Adenauer Stiftung – FSJP“ ja schon gesehen.

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Saal beim Aufbau: Beutel und Technik sind fertig; rechts werden letzte Vorbereitungen durch uns FSJ-P’ler getroffen.

Nach dem Laden des Busses war dieser wieder fast bis an die Decke gefüllt. Da wir bereits am Vortag mit dem Aufbau vor Ort begonnen haben, konnten wir ganz in Ruhe alles herrichten und waren dabei schneller fertig als gedacht. Am nächsten Morgen waren die letzten Vorbereitungen somit auch recht zügig geschafft. Nach dem Teamfrühstück und der Besprechung stand einem reibungslosen Ablauf nichts mehr im Wege.
Bei der Registrierung der Schülerinnen und Schüler waren wir mit von der Partie. Dabei hat jeder die Anmeldung einer Schulklasse übernommen. Hier war es vor allem wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre farbige Workshopkarte erhielten, sodass die Zuordnung später leicht fiel.
Bei Programmbeginn konnten wir erstmal nur zuhören. Dann waren wir für den Mikrofondienst eingeteilt, welcher jedoch, sagen wir, entspannt verlief.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen einführenden Vortrag zum Thema „Was ist Extremismus?“ sowie die Vorstellung zweier Kampagnen, auf welche nachher in den Workshops teilweise genauer eingegangen worden ist.
Nach der Mittagspause wurden die Schülerinnen und Schüler in ihre zuvor gewählten Workshops eingeteilt. Wir waren in dieser Phase als Tagungsleiter dieser einzelnen Workshops eingeteilt.

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Talk mit Sarah Keil, Ali Can und der Moderatorin Anuscha Loza (v.l.n.r.)

Workshop 1 „Linksextremismus – Kampf gegen Rechts als Legitimation für pure Gewalt“ wurde von Lars und Simon (FSJ-P’ler) begleitet. Hier beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Begriffen wie G20, Autonome, Antifa und Gentrifizierung. Auch die Motive der Linksextremisten und die daraus resultierenden Aktionen wurden untersucht. Zentrale Forderungen sind „weniger Staat“, völlige Gleichheit und Bekämpfung des Kapitalismus‘. Zuletzt wurde „rechte“ und „linke“ Musik verglichen.
In Workshop 2 wurden politische Poetry Slams entwickelt und am Ende vorgestellt.

Workshop 3 „Counterspeech: Setze auch du ein Zeichen gegen Hass im Netz“ wurde von Paul (FSJ-P’ler) begleitet. Die Schülerinnen interessierte dieses Thema vor allem durch den Kontakt über die sozialen Medien. Zunächst entfachte sich eine kontroverse Diskussion, was „Hate Speech“ sei, wo sie aufhöre und wo sie zensiert werden dürfte ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken. Um die Schülerinnen zu sensibilisieren, wurden Zitate aus einem „Zockerforum“ vorgelegt. Es wurde besprochen, wie man sich vor entsprechenden Äußerungen schützen oder sich diesen entziehen könne. Das Gespräch im Workshop hat ergeben, dass „Hate Speech“ auch im persönlichen Rahmen bekannt ist.
Durch einen Perspektivwechsel konnten die Schülerinnen Umgangsweisen üben, die je nach Situations- und Verantwortungslage nützlich sind. Schließlich wurde festgehalten, Kritik immer auf ein momentanes Verhalten und nicht etwa direkt auf die Person oder den Charakter zu beziehen.

Lennart (FSJ-P’ler) begleitete den Workshop 4 „Rechtsextremismus – Was geht dich das an?“. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich anfangs mit einem Werbespot der NPD für eine Landtagswahl auseinander. Dabei wurde der Fokus auf Stellen gesetzt, die eventuell extremistische Aspekte beinhalteten. In einem weiteren Film lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über den NSU, seine Anschläge und Hintergründe von rechtsextremistischen Aktivitäten. Abschließend bewerteten die Schülerinnen und Schüler Alltagssituationen aus der Schule, die teils rechtextremistische Aussagen oder Aktionen beinhalteten und ordneten sie einer „Ampel“ zu (grün=akzeptabel; gelb=zu dulden, aber diskutabel; rot=völlig inakzeptabel, rassistisch/rechtsextrem). Sie kamen zu der Erkenntnis, dass viele Situationen im Schulleben bereits rassistisch oder rechtsextrem verstanden werden können und, dass jede Schülerin oder jeder Schüler seine Grenzen des Zulässigen an anderer Stelle setzt.

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Am Rande der Veranstaltung konnten die Schüler immer an den Büchertisch vor dem Messestand.

Im Workshop 5 „Kulturen, Vorurteile und radikale Meinungen – Wie gehe ich damit am besten um?“, der von Ali Can, Gründer der „Hotline für besorgte Bürger“ und Schirmherr des Jugendpolitiktages, geleitet wurde, beschäftigten sich die Schüler mit Gemeinsamkeiten der deutschen Sprache und Kultur mit der arabischen Sprache und Kultur. Selma (FSJ-P‘lerin) begleitete diesen Workshop. Ali Can vermittelte den Schülern, wie wichtig es im Kampf gegen Vorurteile und radikale Meinungen sei, sich dieser Gemeinsamkeiten bewusst zu werden. Außerdem erklärte er den Schülern anhand eines Videos, dass es sinnvoll sei, im Umgang mit Personen, die Vorurteile haben und radikale Meinungen vertreten, konstruktive und offene Fragen zu stellen. So soll erreicht werden, dass die Personen ihre eigene Sichtweise reflektieren und hinterfragen.

Nach der Arbeit in den Workshops wurden die Ergebnisse aller Gruppen im Plenum präsentiert. Dabei ist vor allem die Präsentation des zweiten Workshops herausgestochen. Dieser fand ohne unsere direkte Begleitung statt und stand unter dem Thema „Wortgewaltig – deine Message gegen Hass! Politischer Poetry Slam“. Durch einen hervorragend geschriebenen und vorgetragenen Poetry Slam hat Jana (Schülerin) am Ende das ganze Plenum begeistert. Alle waren sehr beeindruckt. Somit ist ein guter Abschluss des Jugenpolitiktages gelungen.
Im Veranstaltungsbericht könntiIhr euch ihren Poetry Slamnochmal in voller Länge ansehen, sowie weitere Infos zur Veranstaltungen einsehen:
http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/publications/51415/

Bis bald,

Selma, Lars, Simon, Lennart & Paul

 

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Konrad Adenauer. Ein Staatsmann aus Nordrhein-Westfalen – Vermächtnis und Auftrag

Paul Burgbacher; Lars Stötera; Selma Hettich; Lennart Lemgau
© Aschoffotografie | Veranstaltungsteam der KAS inklusive FSJ-Pler

Anlässlich Konrad Adenauers 142. Geburtstags feierte die Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit der „Stiftung-Bundeskanzler-Adenauer-Haus“ dies wie jedes Jahr am  05. Januar auf dem Petersberg im Steigenberger-Hotel.
Für uns stand somit kurz nach dem Urlaub eine Großveranstaltung auf dem Programm; 2018 startete also sehr gut.
Für zwei von uns, Lennart und Lars, hieß es modisch  und vor allem sicher gut ausgestattet, sich am einigen 100 Meter entfernten Parkplatz aufzuhalten. Hier mussten wir die ankommenden Besucher gelegentlich einweisen, insbesondere aber auf den Shuttle-Service zum Tagungsort auf dem Petersberg hinweisen. Hierfür trugen wir die neu kreierten KAS-Warnwesten.
Für die anderen beiden von uns, Selma und Paul, war der Arbeitsplatz auf der Empore am Eingang des Veranstaltungssaals. Wir mussten die Teilnehmer mithilfe der Listen von Hand registrieren. Jedoch hatten wir dafür mit Beginn der Veranstaltung von der Empore auch mit die besten Plätze, um der Veranstaltung zu folgen.

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© Aschoffotografie | Veranstaltungssaal auf dem Petersberg

Neben der Preisverleihung, an welcher wir durch das Anreichen der Präsente aktiv beteiligt waren, gefiel uns vor allem die Festrede zum 142. Geburtstag Adenauers sehr gut. Die Festrede wurde von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gehalten.
Anschließend hatten wir vier noch kurz die Gelegenheit mit Konrad Adenauer, dem Enkel des Bundeskanzlers Adenauer, ins Gespräch zu kommen. Er hat sich interessiert mit uns über unsere Tätigkeit bei der Adenauer-Stiftung und unsere weiteren Pläne unterhalten.

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© Aschoffotografie | Konrad Adenauer mit FSJ-Plern – (v.l.n.r.: Paul Burgbacher, Lennart Lemgau, Konrad Adenauer, Selma Hettich, Lars Stötera)

Genauere Informationen zum Ablauf und Inhalt der Veranstaltung gibt es hier: http://www.kas.de/wf/de/33.51244/

 

Bis bald,

Selma, Lars, Lennart & Paul

F.A.Z.-KAS – Debatte mit Norbert Lammert im Maritim Köln

Land in Sicht? – Deutschland, Frankreich und die Zukunft Europas

Die Umzugskartons noch nicht alle ausgepackt stand letzte Woche für uns eine Großveranstaltung mit ca. 500 Gästen auf dem Programm. Nachdem wir alle Materialien aus den Umzugsresten zusammengesammelt hatten, galt es wieder den Bus zu packen. Fertig gepackt fuhren wir nach Köln zum Maritim Hotel am Heumarkt. Da wir FSJ-Pler zu viert vor Ort waren, war der Bus schnell ausgepackt, sodass wir mit dem Aufbau beginnen konnten.

Beachflag-Maritim
Beachflag in der Eingangshalle des Maritim-Hotels

Aufgrund der Größe der Veranstaltung hatten wir zahlreiche Roll-Ups vor Ort, welche im Maritim und vor allem im Foyer unseres Veranstaltungsbereiches verteilt worden sind. Nicht zuletzt wurde von uns die Bühne gestaltet, auf welcher später die Podiumsdiskussion stattfand. Danach mussten wir, wie es bei den Großveranstaltungen üblich ist, die Registrierung der Gäste aufbauen. Dafür hatten wir zahlreiche Laptops im Gepäck. Diese brauchten jetzt nur noch einen funktionierenden Netzwerkanschluss, was wir nach einigen Schwierigkeiten aber hinbekommen haben.

Registrierung
Registrierung der Gäste am Eingang

Als der Aufbau geschafft war, stand uns ein Zeitfenster für eine Pause zur Verfügung. Gegen 18 Uhr begaben wir uns dann alle langsam auf unsere Posten. Wir waren in erster Linie für die Registrierung vorne am Eingang zuständig. Hier waren die Gäste, wenn möglich mithilfe der Scanner, gegebenenfalls per Hand, in das System einzutragen. Jedoch fiel auch die Saalbetreuung in unseren Aufgabenbereich. Hier galt es darauf zu achten, dass die Gäste ihre Garderobe abgeben und vor allem Speisen und Getränke im Foyer ließen. Denn hier war für die Gäste zuvor ein Empfang mit Kölsch, Getränken und nahrhaften Kleinigkeiten bereitet. Gelegentlich halfen wir bei der Zuweisung reservierter Plätze im Saal.

Saal-Maritim
Saal „Maritim 1“ mit Podium und 600 gestellten Stühlen

Nachdem alle Gäste den Saal betreten hatten, konnte die Veranstaltung beginnen. Der Beginn wurde mit einem deutlichen Gong markiert. Daraufhin betraten Prof. Dr. Norbert Lammert (Bundestagspräsident a.D.), Michaela Wiegel (F.A.Z.-Korrespondentin in Paris) und Dr. Nino Galetti (Leiter des Auslandsbüros der KAS in Paris) sowie die Moderatorin Brigitte Büscher, welche aus der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ als dortige Co-Moderatorin bekannt ist, den Saal. Für uns war damit der wesentliche Teil unserer Arbeit erstmal erledigt. Wir konnten im Folgenden der Diskussion folgen.

Rednerpult
Kulisse mit Rednerpult auf dem Podium

Das Publikum wurde durch TED-Umfragen in das Programm miteinbezogen. Es wurde ein „Vorher-Nachher-Vergleich“ gezogen, indem am Anfang drei Fragen an das Publikum gestellt worden sind. Diese drei Fragen wurden am Ende der Veranstaltung erneut gestellt. So konnte man erkennen, inwieweit die Veranstaltung die Zuschauer in ihren Sichtweisen verändert hat. Inhaltlich behandelte die Diskussion das Duo Merkel-Macron, das Europa verschiedener Geschwindigkeiten unter deutsch-französischer Führung sowie das Zusammenspiel der europäischen Staaten bei internationalen Krisen.

Paul Burgbacher; Lars Stötera; Selma Hettich; Lennart Lemgau
Büro „Bundesstadt Bonn“ mit FSJ-Plern und Prof. Dr. Norbert Lammert (Bundestagspräsident a.D.)

Nach Ende der Veranstaltung bauten wir ab. Wir vier packten alles zusammen und luden die Materialien schließlich in den Bus. Dann stand mit der Heimfahrt für uns der letzte Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Es war ein sehr langer Arbeitstag, der allerdings sehr viel Spaß gemacht hat und ebenso interessant war.

Weitere Informationen gibt’s wie immer im Veranstaltungsbericht: http://www.kas.de/wf/de/33.51099

Wir freuen uns schon auf die kommenden Veranstaltungen …

Bis dahin,

Selma, Lars, Lennart & Paul

Umzug in die Rathausallee

Nach dem Jugendpolitiktag in Aachen war es endlich soweit, das Büro Bundesstadt Bonn sowie die Veranstaltungsorganisation ziehen nun ins Haupthaus der KAS. Die ersten Umzugsvorbereitungen standen somit an.
Ab Mitte November wurden in der Südstraße Umzugskartons gepackt.. Auf dem Plan stand nicht nur das Packen von Kartons, sondern auch das Ausmisten und Entsorgen von nicht mehr benötigten Unterlagen.

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Zwischendrin setzten wir die inhaltliche Arbeit jedoch fort. So begannen wir mit Herrn Dr. Gruber, dem Landesbeauftragten NRW, erste Überlegungen für ein Projekt aufzustellen. Das Konzept soll hauptsächlich allein von uns FSP-lern aus NRW, also neben uns Fünfen auch mit  Eileen aus Düsseldorf und Johannes aus Dortmund, geplant und organisiert werden. Wir freuen uns sehr auf dieses Projekt, da man uns hier viel zutraut und dadurch eben auch viel Vertrauen entgegenbringt. Wir werden unser Bestes geben.

 

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erste Touren von der Südstraße in die Rathausallee

Eine weitere Aufgabe im Zuge des Umzuges bestand darin, unser neues Büro zu planen.
Eine teilweise lustige Herausforderung stellte sich uns beim Transport der Pflanzen. Denn diese sollten genau wie die wichtigsten Bilder bereits vorher mit unserem Bulli in die gut 500 Meter entfernte Rathausallee verbracht werden. Schließlich sind wir diese Strecke mit eingeschalteter Warnblinkanlage und mit einer Geschwindigkeit von 5 – 10 km/h gefahren, sodass die Pflanzen nicht im Bus herumfliegen.
Die größte Fuhre stand für uns mit dem Transport der Roll-Ups an, denn als diese erstmal verladen waren, fiel uns auf, wie viele davon doch in unserem Materiallager lagerten.
Mit einer von Dr. Schneider ins Leben gerufenen Packparty wurden die noch vorhandenen Restbestände von allen Mitarbeitern gemeinsam zuammengepackt. Wir haben dies mit einem gelungenen Snack und ortsüblichen Getränken eingeläutet.
Schließlich mussten noch sämtliche Möbel, Kartons, etc. für das Umzugsunternehmen mit Etiketten versehen werden, sodass die Möbelpacker wissen, wohin das entsprechende Teil in der Rathausallee zu verbringen ist.
Vor ein paar Tagen sind wir dann erstmal fertig geworden. Denn unsere Büros sind nun auch mit Möbeln und Technik vollständig eingerichtet.

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Der Kabelsalat muss im neuen Viererbüro erstmal sortiert werden.

Allerdings fällt im Hinblick auf den Umzug bestimmt noch etwas an, ein Ende ist also nicht in Sicht. An dieser Stelle sei das Einräumen des Materialraumes genannt.

Auf Wiedersehen, Südstraße !
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Gastbeitrag aus dem Büro Westfalen – Rhetorikseminar

Rhetorik für die politische Praxis: Teilnahme am Rhetorikseminar in Bad Honnef.

Lampenfieber- und nun? Vom 24.-26.11.2017 habe ich in Bad Honnef an einem Rhetorik Seminar teilgenommen, bei dem genau solche Fragen auf der Tagesordnung standen.
Unter der Tagungsleitung des Kommunikationstrainers Dr. Werner Dieball, konnte ich meine kommunikativen Kompetenzen erweitern. Durch entsprechenden Humor gelang es Herrn Dieball, die Seminarinhalte erfolgreich zu vermitteln.
In videogestützten Trainings mit anschließendem Feedback haben wir den souveränen Auftritt auch in schwierigen Situationen (Zwischenrufe, Störungen) geübt.
Das Klima der Seminargruppe war auch abseits der Unterrichtseinheiten sehr gut.   Am Abend wurde gemeinsam Fußball geguckt und Tischtennis gespielt.
Unter den Teilnehmern waren auch vermehrt Mandatsträger der Kommunalpolitik, die „überraschender“ Weise auch nur mit Wasser kochen.
Mit vielen kleineren und größeren Tipps (richtiger Stand, richtiges Atmen) konnte der Kommunikationstrainer die Seminargruppe entscheidend voranbringen.
Das Seminar hat mir wirklich Spaß gemacht, da ich gemerkt habe, wie  ich von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag Gelerntes besser umsetzten konnte. Ich weiß jetzt, welche Punkte ich noch verbessern kann und welche schon gut laufen.

Bis dahin,

Johannes Fleischhauer
FSJ-P´ler im Regionalbüro Westfalen

Im Bundesverteidigungsministerium: „Der Brexit: Der Anfang vom Ende der Europäischen Union?“

Am 23.11. waren wir bei einem Seminar im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn dabei. Das Thema: „Der Brexit: Der Anfang vom Ende der Europäischen Union?“ klang schon einmal sehr vielversprechend. Den Anfang des Seminars bildete ein Eröffnungsvortrag des Tagungsleiters und pensionierten Oberleutnants der Luftwaffe Walter Bredthauer. Er ist nun für die Konrad-Adenauer-Stiftung tätig und schaffte eine gute Vorstellung der Stiftung und eine Überleitung zum Thema Brexit.

Der erste Referent war Dr. Andreas Marchetti, Geschäftsführer  der Politglott GmbH, die sich auf das Thema Europa spezialisiert hat. In seinem sehr lebendig gehaltenen Vortrag mit dem Titel „Brexit means Brexit?“ beleuchtete er den Brexit noch einmal genauer. Wie kam es zum Brexit? Was waren die Ursachen des Brexits? Wie hat sich Großbritannien bisher in der EU verhalten? Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen?

Interessant waren auch die düsteren Aussichten für Großbritannien  aus wirtschaftlicher Sicht. Schwer könnte man sich vorstellen, dass Großbritannien ein Mitglied der EWR wird und weiterhin Europäisches Recht anerkennen müsste, nachdem die Brexit-Befürworter doch so gegen die Vorschriften und Bürokraten aus Brüssel Stimmung gemacht haben.

Auf der anderen Seite ergeben sich aber auch für Europa einige negative  Folgen des Brexits aus wirtschaftlicher Sicht, da Großbritannien ein wichtiger Handelspartner ist. Zölle auf Autos z.B. würden Deutschlands Autohersteller hart treffen.

Herrn Dr. Marchetti gelang es, den Teilnehmern die Hintergrundinformationen so zu vermitteln, dass hieraus eine lebhafte Diskussion entstehen konnte.

Lars Stötera; Selma Hettich
Herr Dr. Andreas Marchetti mit den FSJPlern Lars und Selma

Als zweiter Referent konzentrierte sich Peter Bauch hauptsächlich auf die Folgen des Brexits für den Europäischen Einigungsprozess und die Auswirkungen auf die Außen- und Sicherheitspolitik der EU und der NATO. Für die Bundeswehr war es wichtig zu wissen, welch‘ große Lücke sich aus dem EU-Austritt der Briten in der europäischen Außenpolitik ergibt, da Großbritannien bedingt durch das Commonwealth immer eine der größten  und auslandserfahrensten Armeen der EU hatte. Diese Lücken müssen nun andere Länder der EU füllen. Dort wird Deutschland sicherlich gefragt sein. Denn, wenn die EU die Lücke nicht fülle, erzählte Herr Bauch, werden es sicherlich Länder wie China tun.
Am Ende kam dann noch eine sehr lebhafte Disskussion über die EU in ihrer jetzigen Form auf. Einige waren der Meinung, es solle mehr Europa geben, andere wollten weniger Europa.
Alles in allem war es ein sehr spannender und lehrreicher Tag, der uns den Brexit und den aktuellen Stand der Verhandlungen umfangreich erläutert hat.

Bis bald,

Selma & Lars

 

 

Jugendpolitiktag Aachen mit anschließender Brüssel-Exkursion

„DEINE Zukunft! DEIN Leben! Europa MITgestalten: Vertrauen in die Zukunft“

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Jugendpolitiktages in Aachen. Denn am Montag unterstützten wir das Team des Büros Rheinland aus Düsseldorf hier bei uns in Sankt Augustin beim Packen. Wir packten Roll-Ups, JuPo-Beutel, Technik, Sitzhocker und vieles mehr in unseren Bulli. Am Dienstagmittag ging es dann für uns fünf mit dem Bulli nach Aachen. Dort angekommen begannen wir mit dem Ausladen des Busses und dem Aufbau an den Veranstaltungsorten „Forum M“ und „Aquis Grana“ im Stadtzentrum Aachens. Dabei haben wir die vorher gepackten JuPo-Beutel auf die Stühle ausgelegt und die KAS-eigenen Sitzhocker aufgebaut, Luftballons aufgepustet und Roll-Ups platziert.

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Empfangsbereich und späteres Buffet für die Schüler/-innen mit den weißen KAS-Hockern

Am Mittwochmorgen ging es früh los, denn zu Beginn war die große Teambesprechung zur Ablaufplanung des JuPos angesetzt. Wir sprachen alle Aufgaben durch und verteilten die letzten offenen Aufgaben. Diese war wichtig und ermöglichte rückblickend einen reibungslosen Ablauf dieses Tages mit über 100 Schülern. Anschließend zeigte uns Rebecca (studentische Hilfskraft im Büro Düsseldorf) alle Veranstaltungsräume, sodass wir wussten, wo was stattfindet etc.

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Beach-Flag vor dem Portal des Aachener Doms

Dann ging es los. Für uns hieß das mit einer BeachFlag zum Aachener Dom zu gehen und diese dort aufzubauen. Denn der Jugendpolitiktag wurde mit einem Gottesdienst eröffnet. Hierbei waren wir, als Kirchenteam, vor allem dafür zuständig, dass die Schüler nach dem Gottesdienst den Weg zum „Forum M“ finden. Dafür nutzten wir die BeachFlag, welche sowieso wieder zurückgetragen werden musste, als „Eyecatcher“ und trugen jene entsprechend vorne weg.

4_Dom-Europaflagge
Eröffnungsgottesdienst zum Thema Europa unter der Leitung des Domprobstes

Im „Forum M“ angekommen wurde der JuPo mit einem Kurzfilm über Konrad Adenauer fortgeführt, bevor dann dem Plenum verschiedene Darbietungen wie ein Poetry Slam und ein Europa-Quiz präsentiert wurden.

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Plenumsraum mit den Materialen und Beuteln vor dem Eintreffen der Schüler/-innen

Nach dem Mittagessen ging es für die Schüler in die zuvor gewählten Workshops, in denen sie sich konkreter mit der Gegenwart & Zukunft Europas beschäftigten.

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Teilnehmer im Workshop 1 „Du bist Europa! Migration und Grenze“ arbeiten höchstkonzentriert.

Dabei betreuten wir diese als Assistenten der Tagungsleiter. Zum Schluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops dem Plenum präsentiert. Danach folgte das Schlusswort der Schirmherrin Sabine Verheyen (MdEP), womit der JuPo geschlossen wurde. Für uns war jedoch noch nicht Feierabend. Zwischendurch hatten wir wieder unseren Bulli zum Veranstaltungsort geholt, welcher nun bepackt werden musste. Zunächst hieß dies, alles abzubauen und zusammenzuräumen, um es dann in den Bulli zu packen. Nach einem langen, dafür aber auch sehr spannenden und interessanten Arbeitstag fuhren wir mit unserem Bulli ins Hotel.

Am nächsten Tag, dem Donnerstag, begann unser Tag sehr früh, der Wecker klingelte um 5.30 Uhr. Aber uns stand ein cooler, abwechslungsreicher Tag bevor. Denn wir begleiteten einen Teil der Schüler vom JuPo, welche sich auch noch zur Exkursion nach Brüssel angemeldet hatten. Dabei konnten die Schüler die Politik hautnah und praktisch erleben. Nach der gut zweistündigen Busfahrt von Aachen nach Brüssel durch den Brüsseler Stau bekam die Gruppe erstmal eine kurze Stadtrundfahrt mit fachkundigen Erläuterungen geboten.
Zum Abschluss dieser Rundfahrt stiegen wir am Marktplatz aus und erkundeten diesen. Dabei bestand unsere Aufgabe u.a. darin, darauf zu achten, dass die Gruppe zusammenbleibt und keiner verloren geht, was schwerer war als gedacht. Dennoch waren die Schüler eine super Truppe und stets interessiert.
Wir besuchten das Parlamentarium, das Museum zum Europäischen Parlament, das sehr  interaktiv ist. So konnten die Schüler Europa individuell erfahren. Im Anschluss daran trafen wir nochmal unsere Schirmherrin Sabine Verheyen (MdEP), welche uns die Funktionalität der Europäischen Institutionen und deren Abläufe erklärte. Die Schüler stellten anschließend fleißig Fragen.
Von da aus ging es wenige Meter weiter zur Besichtigung des Plenarsaales; ja, ein Plenarsaal des Europäischen Parlamentes in Brüssel, welches seinen eigentlichen Hauptsitz mit Plenarsaal in Straßburg hat. Jedoch gibt es neben dem in Straßburg einen zweiten Plenarsaal in Brüssel.

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Brüsseler Plenarsaal des Europäischen Parlaments

Nach der Mittagspause, wobei jeder FSJ-Pler von uns seine eigene Kleingruppe zur Betreuung und Gestaltung des Mittagessens bekam, erhielten wir noch einen wirklich sehr interessanten Vortrag von Herrn Klaus Hullmann vom Besucherdienst des „Europäischen Ausschusses der Regionen“.  Dabei ging er auf die Arbeit des „Europäischen Ausschusses der Regionen“ ein und erklärte, wie dieser mit Parlament und Kommission zusammenarbeitet. Er bringt die Anliegen von Regionen und Kommunen ein und versucht die Entscheidungsträger von Änderungsvorschlägen etc. zu überzeugen. Dies war der letzte Programmpunkt der Brüssel-Exkursion im Rahmen des Jugendpolitiktages Aachen. Die gesamte Gruppe fuhr nun mit dem Reisebus wieder zurück nach Aachen. In Aachen angekommen stiegen wir fünf wieder auf unseren Bulli um und traten die Weiterfahrt nach Sankt Augustin an.

Simon Freitag; Lennart Lemgau; Selma Hettich; Paul Burgbacher; Lars Stötera
FSJ-Pler aus Sankt Augustin (von li. nach re.: Simon, Lennart, Selma, Paul & Lars)

Es waren drei anstrengende, aber dafür eben auch schöne und interessante Tage für uns!!!

Mehr Infos gibt’s wie immer im Veranstaltungsbericht: http://www.kas.de/rheinland/de/publications/50650/#

Bis bald, eure fünf Freunde

 

Paul Burgbacher