Das Duo Infernale – Die neuen FSJ-P’ler Friedrich und Johannes

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Von fünf auf zwei.

Hallo zusammen,

nachdem letztes Jahr gleich fünf FSJler bei der KAS waren sind wir für das kommende Jahr „nur“ zwei. Wir, das sind Johannes und Friedrich, beide 18, und wir erwarten voller Spannung das aufregende und hoffentlich lehrreiche Jahr bei der KAS in Sankt Augustin. Das Kollegium hat uns ganz freundlich empfangen und steht uns jederzeit für Fragen bereit. Gestern kam einer unserer Vorgänger vorbei und hat uns noch etwas eingearbeitet. Jetzt am Beginn ist noch vieles neu und die Abläufe sind uns noch nicht vollständig bekannt, daher war es ganz gut von einem Ehemaligen zu erfahren, wie die Dinge hier ablaufen.

Wir werden, wie es in den Jahren davor auch üblich war, diesen Blog weiterführen und regelmäßig von unseren Einsätzen berichten. Unser erster „Einsatz“ mit der KAS wird am Tag der Demokratie, dem 15.09., die Betreuung des KAS-Standes in der Bonner Fußgängerzone sein. Mehr Infos hier: http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/events/78698/

Neben diesem Blog pflegen wir auch eine Facebook-Seite (@Politische Bildung Bonn-Konrad Adenauer Stiftung), auf der regelmäßig über unseren Alltag und anstehende Veranstaltungen informiert wird.

Nach den ersten aufregenden Tagen sind wir total gespannt, was das kommende Jahr so bringen wird.

Mit vielen Grüßen

Johannes & Friedrich – Das Duo Infernale

 

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„August bis August – wirklich ein ganzes Jahr?“

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Was bleibt von uns in Erinnerung? Wahrscheinlich wird nachher von den Juristen gesprochen. Immer wieder gab es Verwunderung, wenn sich einer mehr von uns für das Studium der Rechtswissenschaften entschied. Am Ende waren es vier von fünf angehenden Jurastudenten. Naja, dazu später mehr.
Denn hoffentlich bleibt mehr in Erinnerung: F.A.Z.-KAS-Debatte, Europatag, FSJP-Handbuch, erfolgreiche Kontaktrecherche, sympathisches „Fünfer-Team“, Teamgeist, Zusammenhalt, Freude an der Arbeit und mehr aus einem Jahr Zusammenarbeit.
In erster Linie möchten wir „Fünf-Freunde“ uns hier für die zwölf Monate von ganzem Herzen bedanken. Wofür? Für zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke. Nicht nur am Anfang, da allerdings in noch größerem Maße, hat man sich immer Zeit für uns genommen. So sind wir für eine Einarbeitung dankbar, bei der man uns Zeit ließ, die Dinge zu verstehen. Wir sind uns den Mühen durch häufiges Fragen und Anfangsfehler etc. bewusst und wissen daher auch die zügige Integration zu schätzen.
Zu Beginn stand das Erfahren eines Arbeitsalltages als Herausforderung an. In den ersten Wochen nach acht Stunden und 18 Minuten Arbeit ermattet konnten wir später auch nach Feierabend aktiv sein. Dank der KAS konnten wir noch vor unserem Studium Erfahrung im Arbeitsalltag sammeln, die uns noch sehr weiterhelfen kann.
Was noch? Veranstaltungen – Die Veranstaltungen waren für uns immer wieder ein Highlight. Zum einen, weil sie immer interessant und aufregend waren. Zum anderen, weil wir gerade hier gemerkt haben, wie sehr wir im Team integriert, akzeptiert und angesehen sind. Darauf sind wir auch ein wenig stolz. Danke für die Wertschätzung!
An dieser Stelle möchten wir besonders den Jugendpolitiktag Aachen mit Brüssel-Exkursion, die F.A.Z-KAS-Debatte im Kölner Maritim, Adenauers Geburtstag auf dem Petersberg, den Europatag im Bonner Rathaus und die Bustour mit Ali Can hervorheben. Wenngleich auch die weiteren Veranstaltungen und Seminare immer wieder Freude bereitet haben.
Mit voranschreitender Dauer unseres Jahres wurden unsere Ideen und Ansichten immer mehr gefragt sowie vielleicht auch geschätzt. Nicht zuletzt durch diese Beteiligung an einigen Prozessen hat uns die Arbeit so viel Spaß und Freude bereitet. Dabei war es für uns immer eine gelungene Mischung aus Forderung und Förderung:
Paradebeispiel dafür ist unsere eigenständig konzipierte Veranstaltung „Wie digital lebst du? Die Digitalisierung & DU“. Wir bekamen die Chance eine Veranstaltung selbst zu füllen, zu organisieren und letztlich auch die Mittel, um diese umzusetzen. Letztendlich konnte die Veranstaltung jedoch aufgrund geringer Anmeldungen nicht durchgeführt werden. Es war dennoch ein Erfahrungsgewinn über die Herausforderung von politischer Bildungsarbeit.
Wie geht’s weiter? Lennart und Paul werden an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn das Studium der Rechtswissenschaften aufnehmen. Selma wird an der Universität zu Köln Jura studieren. Simon konnte trotzen und freut sich auf sein Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Geschichte ebenfalls an der Universität zu Köln. Lars verlässt als Einziger das Rheinland und beginnt mit dem Jura-Studium in Kiel.
Mit Blick auf die schätzen gelernte KAS können wir sagen und/oder hoffen, mit ihr über Veranstaltungen, Tagungsleiteraktivitäten, Studentische Hilfskraftstellen und als Stipendiaten der Studienförderung verbunden zu bleiben.
Wir können allen Interessenten nur raten, ein solches Jahr bei der KAS in Zusammenarbeit mit den „ijgd“ zu absolvieren.
Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen und verbleiben mit besten Grüßen,
eure „Fünf Freunde – Selma, Paul, Lennart, Lars & Simon“

Summer School Soziale Marktwirtschaft

Letzte Woche hatten wir drei, Paul, Lars und Selma, die Möglichkeit, eine der Summer Schools der Konrad-Adenauer-Stiftung mitzuerleben, die in Köln-Deutz stattfand.

Gemeinsam mit Schülern der Jahrgangsstufe Q1 haben wir uns von Montag bis Samstag mit dem Thema Soziale Marktwirtschaft auseinandergesetzt.

Das Programm war sehr vielfältig: Wir haben uns Vorträge von Referenten rund um das Thema Soziale Marktwirtschaft angehört. Diese behandelten verschiedene Aspekte von den Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft über Finanzpolitik bis hin zu Digitalisierung und Globalisierung.

Mit dem Planspiel „MACRO“ haben wir uns auch praktisch mit der Sozialen Marktwirtschaft beschäftigt. Hierbei haben wir in Kleingruppen die verschiedenen Akteure des Wirtschaftskreislaufes gespielt und versucht, die jeweiligen wirtschaftlichen Ziele der Gruppen zu erreichen.

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Planspiel Soziale Marktwirtschaft „MACRO“

Bei der Exkursion nach Bonn am nächsten Tag wurden wir durch das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geführt. Im Anschluss haben wir das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung besucht. In diesem Rahmen hatten wir auch die Möglichkeit, den Bonner Dienstsitz des Bundeskanzleramtes zu sehen.

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Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Bonner Dienstsitz des Bundeskanzleramtes
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Ehemaliger Kabinettssaal im Bonner Kanzleramt

Des Weiteren wurden wir im Bundeskartellamt und in der Bundesnetzagentur empfangen.

Auch mit dem Besuch des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln und der Industrie- und Handelskammer zu Köln haben wir Einblicke in die Arbeit bedeutender Institutionen bekommen.

Wir hatten Freude daran, die Summer School gegen Ende unseres FSJs begleiten zu dürfen und haben viel aus der Woche mitgenommen.

Bis bald,

Paul, Lars & Selma

Bustour mit Ali-Can – Schlüssel zur Integration

Paul Burgbacher, Lars Stötera, Selma Hettich
KAS-Team mit Ali-Can (4. v. l.) vor dem Stand in Euskirchen

Ausgenommen der Summer School nächste Woche wird die Bustour wohl unsere letzte größere Veranstaltung gewesen sein, das Jahr neigt sich leider schon mit großen Schritten dem Ende zu. L

Euskirchen – Bergheim – Siegburg – Köln-Porz – Bergisch Gladbach – Siegen

Am Montag begann die Bustour in Euskirchen. Das Team war noch nicht voll und ganz eingespielt, dennoch gelang der Aufbau des Standes inklusive des Zeltes zügig.

Nun bestand die Aufgabe darin, die Bürgerinnen und Bürger zu einem Austausch anzuregen. Dabei sollte deren Meinung aufgenommen werden. In erster Linie versuchten wir dies mittels unserer „Kügelchen-Gläser“. In diesen galt es, seine Bausteine zur Integration nach Wichtigkeit zusammenzusetzen. Dabei hatten wir folgende Begriffe vorbereitet und bereitgestellt: Miteinander, Respekt, Menschlichkeit, Sprache, gemeinsame Werte, Regeln, Grundgesetz, Lernbereitschaft, Verständnis, Freiheit, Mut und Sicherheit.

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Integrationszutaten, mit denen die Bevölkerung ihren „Integrationscocktail“ mischen konnte.

So konnte jeder individuell seine Sichtweise kundtun. Den Leuten besonders wichtige oder weitere, nicht aufgeführte Aspekte, haben wir auf Postkarten aufgenommen. Diese gut 150 Postkarten wurden bereits für die Evaluation eingescannt und gehen damit in die weitere Planung ein. Wir hatten Freude daran mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und ihre Sichtweisen kennenlernen zu dürfen.

Paul Burgbacher, Selma Hettich, Lars Stötera
KAS-Team mit zwei Bürgerinnen in Köln-Porz

Schon nach der ersten Station gelangen uns der Ab- und der in der nächsten Stadt folgende Wiederaufbau des Standes als gut funktionierendes Team schnell. Denn um 12.00 Uhr wurde immer abgebaut, in den Bus verladen und in die nächste Stadt gefahren. Dort begann für uns die zweite Hälfte des Tages.

Am Montag fand nach dem Besuch von Euskirchen und Bergheim in Troisdorf eine Lesung mit Ali Can statt. Hier hat dieser aus seinem Buch „Hotline für besorgte Bürger“ gelesen. Die Lesung wurde von der Landtagsabgeordneten Katharina Gebauer begleitet. Sowohl im Rahmen des Programms als auch im Anschluss daran hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit Ali Can und Frau Gebauer über das Thema Integration zu sprechen.

In den meisten Städten besuchten uns auch die örtlichen Vertreter aus dem Land- und Bundestag. So konnten wir den Bürgern nicht nur die Thematik, sondern auch die Politik in personeller Form etwas näher bringen.

Glück hatten wir, da uns bis auf die Station in Siegen zum Schluss immer bestes Wetter begleitete. Dies hat die Arbeit deutlich angenehmer gestaltet.

Wir haben mit Freude die teils sehr große Teilnahmebereitschaft wahrgenommen.

Vielen Dank auch ans übrige Team. Es hat einfach mal wieder echt Spaß gemacht so zu arbeiten.

Weitere Informationen und Bilder zur Veranstaltung erhaltet ihr im Veranstaltungsbericht.

Viele Grüße,

Lars, Selma & Paul

41. Landesparteitag der CDU-NRW in Bielefeld

Nach Ende unseres Seminares in Berlin fuhren Paul, Lars, Johannes und Selma am Freitag nach Bielefeld, wo am Samstag, den 09. Juni der 41. Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen stattfand.

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FSJ-P’ler-Team vor Ort

Gut in Bielefeld angekommen, haben wir am Freitag in der Stadthalle unseren Messestand der Hauptabteilung Politische Bildung samt Büchertisch und Roll-Ups aufgebaut.
Samstags waren wir dann ab dem Morgen in wechselnder Besetzung an unserem Stand in der Ausstellerhalle vertreten.

 

Um 10.00 Uhr begann der Landesparteitag offiziell mit einer ökumenischen Morgenbesinnung und Totenehrung.
Nach der folgenden Begrüßung und der Wahl des Tagungspräsidiums sowie weiteren Formalien folgten wir den Berichten des Landesvorsitzenden Ministerpräsident Armin Laschet MdL, des Generalsekretärs Josef Hovenjürgen MdL sowie des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Bodo Löttgen MdL.
Hierbei haben wir für den Landesbeauftragten NRW der Politischen Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. wichtige Aspekte der Berichte mitgeschrieben, weil dieser nicht selbst vor Ort sein konnte.

Weitere Highlights waren die Wahl des Landesvorstandes und die Verabschiedung des Leitantrages des Landesvorstandes zum Thema Digitalisierung.

Nach Ende der Veranstaltung am frühen Abend haben wir unseren Stand wieder abgebaut und die Rückfahrt angetreten.

Wir hatten Spaß dabei, die „Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.“ auf dem Landesparteitag zu repräsentieren und nicht nur Delegierte an unserem Stand begrüßen zu dürfen, sondern auch der Sitzung im Plenum als Zuschauer beizuwohnen.
Es uns gefreut, auch Mitglieder der Bundesregierung und andere hohe Politiker zu treffen.

 

Bis bald,

Paul, Lars, Johannes und Selma

 

 

 

„Die DDR: Geschichte, Politik und Alltag. Studienseminar in Berlin.“

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Letzte Woche waren wir alle bei einem Wahlseminar der IJGD in Berlin. Dort haben wir zum Thema „Die DDR: Geschichte, Politik und Alltag“ fünf Tage in der Jugendherberge am Wannsee verbracht. Uns erwartete ein vielfältiges Programm: eine Führung an der Grenzübergangsstelle Marienborn, eine Stadtrundfahrt durch Berlin, eine Führung und ein Zeitzeugengespräch an der Gedenkstätte „Bernauer Straße“, ein Besuch im Stasi-Gefängnis Potsdam und ein anschließendes Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Gefangenen, Besichtigung des Schlosses Cecilienhof, ein Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Häftling des Stasi-Gefängnisses-Hohenschönhausen, dessen Vater Stasi-Spion war, und ein Besuch in der Berliner Kulturbrauerei, in der es eine Ausstellung über den Alltag in der DDR gibt.

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erhaltener Grenzstreifen an der Gedenkstätte „Bernauer Straße“

Die geführte Stadtrundfahrt zu Beginn des Seminares war sehr gelungen, da wir so einen Überblick über die in der DDR relevanten Orte erhielten. An einigen Orten wie bspw. der „East Side Gallery“ sind wir ausgestiegen und konnten die Geschichte hautnah erfahren.

Im Schloss Cecilienhof herrschte eine besondere Stimmung. Denn wir befanden uns an jenem Ort, an dem das europäische Schicksal der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 1945 in der Potsdamer Konferenz besiegelt wurde.

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Schloss Cecilienhof in – Konferenzort der Potsdamer Konferenz 1945

Am beeindrucktesten waren die Zeitzeugengespräche. Bei dem Besuch im Stasi-Gefängnis wurde einem einmal mehr klar, in welchem Unrechtsregime die Frauen und Männer in der DDR damals lebten. Einem der Zeitzeugen gelang erst die Flucht in die Bundesrepublik, bevor er versuchte seine Schwester und ihren Verlobten nachzuholen. Für diesen „Menschenhandel“ bekam er eine lebenslange Haftstrafe in der DDR. Dabei durfte man in der äußerst kleinen Zelle in Untersuchungshaft den ganzen Tag nur stehen und mit keinem der anderen Insassen sprechen. Oftmals wurden die für die Stasi als Inoffizielle Mitarbeiter angeworbenen Inhaftierten deutlich besser im Gefängnis behandelt.

Interessant war ebenso das Gespräch mit einem Fluchttunnelbauer. Insgesamt ein halbes Jahr wurde an dem ca. 140 Meter langen Tunnel unter der Bernauer Straße gearbeitet, durch den 29 Menschen in den Westen geflüchtet sind.

Auch Thomas Raufeisen hatte in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine äußerst spannende Geschichte zu erzählen. Sein Vater war Wirtschaftsspion, also „Kundschafter des Friedens“, für die Staatssicherheit in Westdeutschland und wurde 1979 zusammen mit seiner Familie zurück über die Grenze geholt. Die Kinder waren westdeutsche Staatsbürger und wollten zurück in den Westen. Dies wurde im Fall von Thomas Raufeisen jedoch verhindert. Er absolvierte in der DDR eine Lehre und überredete seinen Vater und seine Mutter schließlich, einen Fluchtversuch zu unternehmen. Dabei scheiterten die Fluchtversuche über die Deutsche Botschaft in Budapest und den amerikanischen Geheimdienst CIA jeweils an nicht eingehaltenen Absprachen. Er konnte nach drei Jahren Haft schließlich in den Westen übersiedeln. Sein Vater starb aber in der Haft, wie so viele andere.

Es war spannend, diese Einblicke zu bekommen. Für uns alle hat sich dieses Seminar gelohnt und es hat uns Berlin mal aus dieser Perspektive deutlich und intensiv gezeigt.

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Simon, Selma, Lars (alle hinten, v.l.n.r.) & Lennart, Paul, Johannes (alle vorne, v.l.n.r.)

Außerhalb des Programms hat es uns große Freude gemacht, Berlin auch auf individuelle Art und Weise zu erleben.

Wir sind froh, eine solch schöne Woche gehabt zu haben.

Bis bald,

Eileen, Johannes, Selma, Simon, Lennart, Paul & Lars

Bonner Rede zur Demokratie 2018

Art. 5 III GG im Blick – „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“

Programmflyer

Es ist Tradition. Das Büro Bundesstadt Bonn der KAS veranstaltete bereits zum vierten Mal die Bonner Rede zu einem Artikel des Grundgesetzes, in zeitlicher Nähe zum 23. Mai, dem Verfassungstag der Bundesrepublik.

Es wird zurückgeschaut. Die aktuelle Verfassungswirklichkeit wird versucht zu skizzieren. Selbstverständlich werden aber auch Wege für die Zukunft diskutiert. Dabei im Fokus stand dieses Jahr die Wissenschaftsfreiheit gemäß Art. 5 III GG. Passend dazu fand die Bonner Rede 2018 in der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität statt. Die Universität Bonn feiert dieses Jahr 200-jähriges Bestehen, 200 Jahre Forschung und Lehre.

Prof. Dr. Wolfgang Löwer (Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, ehem. Richter am Verfassungsgerichtshof für das Land NRW) hielt die diesjährige Bonner Rede. Wie jedes Jahr wurde die Rede damit traditionsgemäß von einem Juristen gehalten.

Auch wir finden, dass die Wissenschaftsfreiheit gerade in der momentanen Lage ein wichtiges Thema und ein essenzielles Grundrecht ist. Deutlich wird dies beispielsweise, wenn man in die Türkei, China, Ungarn, aber auch in die USA blickt. Auch demokratische Länder scheinen teilweise von eingeschränkter Wissenschaftsfreiheit betroffen.

Gerade daher ist es wichtig, auch in Deutschland dafür dankbar zu sein, dass diese Wissenschaftsfreiheit hierzulande garantiert ist, aber aktuelle Diskussionen zu Finanzierungsmöglichkeiten und Autonomie der Hochschulen durchaus Anlass geben, das Thema ins Blickfeld zu nehmen.

Nachdem wir bei heißen Temperaturen ausgeladen, aufgebaut und den Weg zum Festsaal ausgeschildert haben, begaben wir uns an unsere weiteren Aufgaben. Diese bestanden in dem Empfang bzw. der Registrierung der Gäste, welche von Lars und Paul übernommen wurde, in der Betreuung des Publikationstisches durch Selma und der Vorbereitung des Veranstaltungsberichtes durch Lennart.

Anschließend konnten wir der Veranstaltung aktiv folgen, wenn auch die Hitze uns zu schaffen gemacht hat.

Dabei sind uns vor allem folgende Themen und Punkte in Erinnerung geblieben:

  • Wissenschaftsfreiheit ist (leider) nicht selbstverständlich.
  • Verhaftungen Forschender anderswo
  • Bestimmende Hochschulgesetze sind oft eher kritisch zu sehen.
  • Die Kernaufgabe von Universitäten besteht in ihrer Lehr- und Ausbildungsfunktion.
  • Der Staat ist für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit verantwortlich.
  • Oktroyierte Forschungsschwerpunkte können die Wissenschaftsfreiheit einschränken. Ist dies mit Artikel 5 III GG zu vereinbaren?
  • Die Digitalisierung könnte die Wissenschaftsfreiheit fördern. Sind die Hochschulen jedoch darauf vorbereitet?
  • Der „Treibstoff des Systems ist das Geld“, sagte Prof. Dr. Löwer.
  • Studiengebühren
  • Wissenschaftsfreiheit als Standortfaktor für Deutschland

Nach der Veranstaltung und einem langen Tag waren wir geschafft, dennoch wieder einmal froh, auch diese Veranstaltung mitgenommen haben zu können.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhaltet ihr im Veranstaltungsbericht.

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FSJ-P’ler im Festsaal der Uni Bonn (v.l.n.r.: Lars, Lennart, Paul & Selma)

Bis bald,

Selma, Lars, Lennart und Paul