„Die DDR: Geschichte, Politik und Alltag. Studienseminar in Berlin.“

Skyline-Brandenburger-Tor

Letzte Woche waren wir alle bei einem Wahlseminar der IJGD in Berlin. Dort haben wir zum Thema „Die DDR: Geschichte, Politik und Alltag“ fünf Tage in der Jugendherberge am Wannsee verbracht. Uns erwartete ein vielfältiges Programm: eine Führung an der Grenzübergangsstelle Marienborn, eine Stadtrundfahrt durch Berlin, eine Führung und ein Zeitzeugengespräch an der Gedenkstätte „Bernauer Straße“, ein Besuch im Stasi-Gefängnis Potsdam und ein anschließendes Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Gefangenen, Besichtigung des Schlosses Cecilienhof, ein Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Häftling des Stasi-Gefängnisses-Hohenschönhausen, dessen Vater Stasi-Spion war, und ein Besuch in der Berliner Kulturbrauerei, in der es eine Ausstellung über den Alltag in der DDR gibt.

Grenzstreifen-Bernauer-Straße
erhaltener Grenzstreifen an der Gedenkstätte „Bernauer Straße“

Die geführte Stadtrundfahrt zu Beginn des Seminares war sehr gelungen, da wir so einen Überblick über die in der DDR relevanten Orte erhielten. An einigen Orten wie bspw. der „East Side Gallery“ sind wir ausgestiegen und konnten die Geschichte hautnah erfahren.

Im Schloss Cecilienhof herrschte eine besondere Stimmung. Denn wir befanden uns an jenem Ort, an dem das europäische Schicksal der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 1945 in der Potsdamer Konferenz besiegelt wurde.

Schloss-Cecilienhof
Schloss Cecilienhof in – Konferenzort der Potsdamer Konferenz 1945

Am beeindrucktesten waren die Zeitzeugengespräche. Bei dem Besuch im Stasi-Gefängnis wurde einem einmal mehr klar, in welchem Unrechtsregime die Frauen und Männer in der DDR damals lebten. Einem der Zeitzeugen gelang erst die Flucht in die Bundesrepublik, bevor er versuchte seine Schwester und ihren Verlobten nachzuholen. Für diesen „Menschenhandel“ bekam er eine lebenslange Haftstrafe in der DDR. Dabei durfte man in der äußerst kleinen Zelle in Untersuchungshaft den ganzen Tag nur Stehen und mit keinem der anderen Insassen sprechen. Oftmals wurden die für die Stasi als Inoffizielle Mitarbeiter angeworbenen Inhaftierten deutlich besser im Gefängnis behandelt.

Interessant war ebenso das Gespräch mit einem Fluchttunnelbauer. Insgesamt ein halbes Jahr wurde an dem ca. 140 Meter langen Tunnel unter der Bernauer Straße gearbeitet, durch den 29 Menschen in den Westen geflüchtet sind.

Auch Thomas Raufeisen hatte in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine äußerst spannende Geschichte zu erzählen. Sein Vater war Wirtschaftsspion, also „Kundschafter des Friedens“, für die Staatssicherheit in Westdeutschland und wurde 1979 zusammen mit seiner Familie zurück über die Grenze geholt. Die Kinder waren Westdeutsche Staatsbürger und wollten zurück in den Westen. Dies wurde im Fall von Thomas Raufeisen jedoch verhindert. Er absolvierte in der DDR eine Lehre und überredete seinen Vater und seine Mutter schließlich einen Fluchtversuch zu unternehmen. Dabei scheiterten die Fluchtversuche über die Deutsche Botschaft in Budapest und den amerikanischen Geheimdienst CIA jeweils an nicht eingehaltenen Absprachen. Er konnte nach drei Jahren Haft schließlich in den Westen übersiedeln. Sein Vater starb aber in der Haft, wie so viele andere.

Es war spannend, diese Einblicke zu bekommen. Für uns alle hat sich dieses Seminar gelohnt und es hat uns Berlin mal aus dieser Perspektive deutlich und intensiv gezeigt.

Gruppenfoto-Brandenburger-Tor
Simon, Selma, Lars (alle hinten, v.l.n.r.) & Lennart, Paul, Johannes (alle vorne, v.l.n.r.)

Außerhalb des Programms hat es uns große Freude gemacht, Berlin auch auf individuelle Art und Weise zu erleben.

Wir sind froh, eine solch schöne Woche gehabt zu haben.

Bis bald,

Eileen, Johannes, Selma, Simon, Lennart, Paul & Lars

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Bonner Rede zur Demokratie 2018

Art. 5 III GG im Blick – „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“

Programmflyer

Es ist Tradition. Das Büro Bundesstadt Bonn der KAS veranstaltete bereits zum vierten Mal die Bonner Rede zu einem Artikel des Grundgesetzes, in zeitlicher Nähe zum 23. Mai, dem Verfassungstag der Bundesrepublik.

Es wird zurückgeschaut. Die aktuelle Verfassungswirklichkeit wird versucht zu skizzieren. Selbstverständlich werden aber auch Wege für die Zukunft diskutiert. Dabei im Fokus stand dieses Jahr die Wissenschaftsfreiheit gemäß Art. 5 III GG. Passend dazu fand die Bonner Rede 2018 in der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität statt. Die Universität Bonn feiert dieses Jahr 200-jähriges Bestehen, 200 Jahre Forschung und Lehre.

Prof. Dr. Wolfgang Löwer (Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, ehem. Richter am Verfassungsgerichtshof für das Land NRW) hielt die diesjährige Bonner Rede. Wie jedes Jahr wurde die Rede damit traditionsgemäß von einem Juristen gehalten.

Auch wir finden, dass die Wissenschaftsfreiheit gerade in der momentanen Lage ein wichtiges Thema und ein essenzielles Grundrecht ist. Deutlich wird dies beispielsweise, wenn man in die Türkei, China, Ungarn, aber auch in die USA blickt. Auch demokratische Länder scheinen teilweise von eingeschränkter Wissenschaftsfreiheit betroffen.

Gerade daher ist es wichtig, auch in Deutschland dafür dankbar zu sein, dass diese Wissenschaftsfreiheit hierzulande garantiert ist, aber aktuelle Diskussionen zu Finanzierungsmöglichkeiten und Autonomie der Hochschulen durchaus Anlass geben, das Thema ins Blickfeld zu nehmen.

Nachdem wir bei heißen Temperaturen ausgeladen, aufgebaut und den Weg zum Festsaal ausgeschildert haben, begaben wir uns an unsere weiteren Aufgaben. Diese bestanden in dem Empfang bzw. der Registrierung der Gäste, welche von Lars und Paul übernommen wurde, in der Betreuung des Publikationstisches durch Selma und der Vorbereitung des Veranstaltungsberichtes durch Lennart.

Anschließend konnten wir der Veranstaltung aktiv folgen, wenn auch die Hitze uns zu schaffen gemacht hat.

Dabei sind uns vor allem folgende Themen und Punkte in Erinnerung geblieben:

  • Wissenschaftsfreiheit ist (leider) nicht selbstverständlich.
  • Verhaftungen Forschender anderswo
  • Bestimmende Hochschulgesetze sind oft eher kritisch zu sehen.
  • Die Kernaufgabe von Universitäten besteht in ihrer Lehr- und Ausbildungsfunktion.
  • Der Staat ist für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit verantwortlich.
  • Oktroyierte Forschungsschwerpunkte können die Wissenschaftsfreiheit einschränken. Ist dies mit Artikel 5 III GG zu vereinbaren?
  • Die Digitalisierung könnte die Wissenschaftsfreiheit fördern. Sind die Hochschulen jedoch darauf vorbereitet?
  • Der „Treibstoff des Systems ist das Geld“, sagte Prof. Dr. Löwer.
  • Studiengebühren
  • Wissenschaftsfreiheit als Standortfaktor für Deutschland

Nach der Veranstaltung und einem langen Tag waren wir geschafft, dennoch wieder einmal froh, auch diese Veranstaltung mitgenommen haben zu können.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhaltet ihr im Veranstaltungsbericht unter: http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/publications/52654/

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FSJ-P’ler im Festsaal der Uni Bonn (v.l.n.r.: Lars, Lennart, Paul & Selma)

Bis bald,

Selma, Lars, Lennart und Paul

Europatag 2018 im Alten Rathaus Bonn

Eröffnung
Eröffnung vor dem Rathaus | Jochen Pöttgen (Regionalvertretung der Europ. Kommission in Bonn), Axel Voss  (MdEP) und Reinhard Limbach (BM Bonn) (v.l.n.r)

Am 09. Mai jeden Jahres wird der Europatag gefeiert, dem Tag, an dem der französische Außenminister Schumann seinen Plan, die deutsche und französische Kohle- und Stahlindustrie einer gemeinsamen Behörde zu unterstellen, der Öffentlichkeit vorstellte. Daraufhin wurde 1951 die Montanunion („EGKS“) gegründet. Das Büro Bundesstadt Bonn der KAS beteiligt sich jedes Jahr am Europatag der Stadt Bonn, der in diesem Jahr bei bestem Wetter auf den vergangenen Samstag, den 12.05 fiel. Lennart und Paul begleiteten die Veranstaltung zusammen mit Herrn Prof. Dr. Reuber, dem Koordinator für Europapolitik, im Namen der KAS. Bei dieser Veranstaltung waren wir beide intensiv auch an der inhaltlichen Vorbereitung beteiligt. In der Vorbereitung überarbeiteten und erprobten wir das neue Europaquiz des AdenauerCampus‘. Dabei ging es in erster Linie darum, zu testen, ob es einer geeigneten Länge entspricht. Auf unseren Vorschlag wurde das Quiz um jeweils eine Antwortmöglichkeit gekürzt, sodass es für die Besucher bei der Veranstaltung schneller durchzuspielen war. Das Quiz findet ihr hier: https://www.adenauercampus.de/zukunft-der-eu.  Es beschäftigt sich mit Zukunftsszenarien der EU, welche an die Szenarien der Europäischen Kommission aus dem Weißbuch 2017 angelehnt sind.

Zudem verfassten wir beiden FSJ-P’ler einige, kurze Fragen. Drei Vorschläge wurden der Abteilungsrunde vorgestellt, in der wir uns für eine endgültige Frage entschieden haben. Diese eine Frage wurde abschließend von uns auf ein Flipchartpapier übertragen, sodass die Besucher des Europatags schnell ein Meinungsbild abgeben konnten. Das Ergebnis ist sehr stark pro-europäisch ausgefallen, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Kurz vor der Veranstaltung stellten wir am Brückentag wie üblich alle notwendigen Materialien zusammen und verluden sie in den Transporter.

Materialzusammenstellung-Büro
Materialzusammenstellung vor dem Büro

Am Samstagmorgen in Bonn angekommen wurde alles zügig ausgeladen und aufgebaut. Dazu zählte dieses Mal neben dem Messestand die auch eine Videostehle. Nach dem Aufbau folgte eine ruhigere Phase, bevor wir gegen 12 Uhr zur feierlichen Eröffnung auf den Marktplatz vor dem Rathaus gingen.

Vor allem nach der offiziellen Eröffnung kamen viele Bürger/-innen in das Rathaus, um die Stände der Aussteller zu besuchen. Unser Angebot zu Europa am Stand bestand aus Folgendem: – Flipchartfrage „Welche Summe wären Sie bereit, für die EU täglich mehr zu bezahlen?“, – einer Meinungsumfrage via Postkartensammlung in einer Urne zur Frage „Wie soll deiner Meinung nach die EU von morgen aussehen?“ und – dem ausführlichen Europaquiz vom Adenauercampus.

Während der Veranstaltung sind wir drei, Prof. Dr. Reuber, Lennart und Paul, in einen intensiven Austausch mit den Besuchern gekommen. Dabei wurden nicht zuletzt unsere Englischkenntnisse gefordert, als wir das Quiz zweimal „live“ für Interessenten übersetzt haben. Dies war, aufgrund der komplexen Darstellungsweise und dem Umfang der Antworten, eine unerwartete Herausforderung. Jedoch haben wir diese gut bewältigt.

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KAS-Team: Lennart Lemgau, Prof. Dr. Martin Reuber, Paul Burgbacher (v.l.n.r.)

Nach Ende des Europatages bauten wir gegen 16 Uhr alles zügig ab und konnten mit dem Transporter wieder abfahren.

Wir hatten bei der Arbeit an und auf dieser Veranstaltung sehr viel Freude.

Weitere Eindrücke, Bilder und die Liveberichterstattung könnt ihr auf unseren Facebook-Seiten https://de-de.facebook.com/fsjpkas/ und https://de-de.facebook.com/kas.bonn/ oder im Bericht zur Europawoche unter http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/publications/52429/# einsehen.

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Lennart Lemgau, Axel Voss (MdEP), Paul Burgbacher (v.l.n.r.)

 

Bis bald,

Lennart & Paul

Monat März

Tagungsleiterschulung, ijgd-Seminar, Exkursionen und mehr

Da unser letzter Blogbeitrag schon ein paar Tage her ist, haben wir nun mal einen Beitrag mit einer Zusammenfassung unserer letzten Veranstaltungen, Seminare und ähnlichem angefertigt.

Anfang März haben zunächst einmal Lennart und Simon an einer Tagungsleiterschulung teilgenommen. Auf der Tagungsleiterschulung erfährt man u.a., welche Aufgaben zu dem Job des Tagungsleiters gehören, wie man sich rhetorisch bestenfalls verhält und wie man eine Tagung vernünftig einleitet.
Da wir anderen drei leider verhindert waren, freuen wir uns umso mehr auf unsere Tagungsleiterschulung im Juni.
Wir alle fünf sind dann schon ganz gespannt auf unsere ersten Einsätze als Tagungsleiter/-in nach Abschluss unseres FSJ-P’s im August.

Mitte März holte das Büro Bundesstadt Bonn seinen Betriebsausflug vom Oktober letzten Jahres endlich nach. Für die meisten von uns war es das erste Mal, dass wir in der „Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus“ waren. Wir erhielten eine sehr fachkundige Führung von der Leiterin, Frau Franz, welche uns auch ein wenig hinter die Kulissen blicken ließ. So haben wir interessante Details erfahren, die in einer normalen Führung nicht zur Sprache kommen.

In der Folgewoche waren Simon, Selma und Paul wieder auf einem ijgd-Trägerseminar, welches noch einmal in Kürten stattfand. Bei diesem Seminar war Paul Teil der Vorbereitungsgruppe.
Das Thema lautete „Medien – die vierte Gewalt?!“. Damit ihr eine Vorstellung davon habt, womit wir uns beschäftigt haben, geben wir euch hier mal einen kurzen Umriss des Wochenplans: gesetzliche Rahmenbedingungen: Was dürfen/müssen Medien (nicht)? Welche Vereinbarungen gibt es innerhalb der Medienlandschaft?, Rollendiskussion mit Medien-, Staats-, Bevölkerungs- und Verfolgtenvertretern, Besuch beim Deutschlandfunk in Köln, Medienpsychologie, Fake News etc.
Uns hat das Thema sehr viel Spaß gemacht und wir haben viel mitnehmen können.
Unser nächstes Seminar ist das Wahlseminar in Berlin, welches alle KAS-FSJ-Pler aus NRW gemeinsam im Juni bestreiten werden.

Ende März begleiteten Lennart und Paul die Exkursion eines sogenannten „Bonn-Seminares“ durch das ehemalige Bonner Regierungsviertel. Dabei bekam jeder von uns eine Kleingruppe zugeteilt, welche das Gebiet in Form einer Rallye erkundete. Für uns war es eine sehr schöne Aufgabe, da wir auch selber viel Interessantes gesehen haben und die Schüler/-innen sehr angenehm zu begleiten bzw. zu führen gewesen sind.

Bis bald,

Selma, Simon, Lars, Lennart und Paul

 

„Schau hin! Setze ein Zeichen gegen Extremismus“

Jugendpolitiktag in Köln-Riehl
30.01.2018

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Der Ablauf im Vorhinein war schon  Routine. Die Materialien wurden zusammengestellt und vor allem haben wir wieder eine Menge JuPo-Beutel gepackt. Dies geht bei uns inzwischen sehr schnell. Vielleicht habt ihr das Video auf unserer Facebook Seite „Konrad Adenauer Stiftung – FSJP“ ja schon gesehen.

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Saal beim Aufbau: Beutel und Technik sind fertig; rechts werden letzte Vorbereitungen durch uns FSJ-P’ler getroffen.

Nach dem Laden des Busses war dieser wieder fast bis an die Decke gefüllt. Da wir bereits am Vortag mit dem Aufbau vor Ort begonnen haben, konnten wir ganz in Ruhe alles herrichten und waren dabei schneller fertig als gedacht. Am nächsten Morgen waren die letzten Vorbereitungen somit auch recht zügig geschafft. Nach dem Teamfrühstück und der Besprechung stand einem reibungslosen Ablauf nichts mehr im Wege.
Bei der Registrierung der Schülerinnen und Schüler waren wir mit von der Partie. Dabei hat jeder die Anmeldung einer Schulklasse übernommen. Hier war es vor allem wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre farbige Workshopkarte erhielten, sodass die Zuordnung später leicht fiel.
Bei Programmbeginn konnten wir erstmal nur zuhören. Dann waren wir für den Mikrofondienst eingeteilt, welcher jedoch, sagen wir, entspannt verlief.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen einführenden Vortrag zum Thema „Was ist Extremismus?“ sowie die Vorstellung zweier Kampagnen, auf welche nachher in den Workshops teilweise genauer eingegangen worden ist.
Nach der Mittagspause wurden die Schülerinnen und Schüler in ihre zuvor gewählten Workshops eingeteilt. Wir waren in dieser Phase als Tagungsleiter dieser einzelnen Workshops eingeteilt.

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Talk mit Sarah Keil, Ali Can und der Moderatorin Anuscha Loza (v.l.n.r.)

Workshop 1 „Linksextremismus – Kampf gegen Rechts als Legitimation für pure Gewalt“ wurde von Lars und Simon (FSJ-P’ler) begleitet. Hier beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Begriffen wie G20, Autonome, Antifa und Gentrifizierung. Auch die Motive der Linksextremisten und die daraus resultierenden Aktionen wurden untersucht. Zentrale Forderungen sind „weniger Staat“, völlige Gleichheit und Bekämpfung des Kapitalismus‘. Zuletzt wurde „rechte“ und „linke“ Musik verglichen.
In Workshop 2 wurden politische Poetry Slams entwickelt und am Ende vorgestellt.

Workshop 3 „Counterspeech: Setze auch du ein Zeichen gegen Hass im Netz“ wurde von Paul (FSJ-P’ler) begleitet. Die Schülerinnen interessierte dieses Thema vor allem durch den Kontakt über die sozialen Medien. Zunächst entfachte sich eine kontroverse Diskussion, was „Hate Speech“ sei, wo sie aufhöre und wo sie zensiert werden dürfte ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken. Um die Schülerinnen zu sensibilisieren, wurden Zitate aus einem „Zockerforum“ vorgelegt. Es wurde besprochen, wie man sich vor entsprechenden Äußerungen schützen oder sich diesen entziehen könne. Das Gespräch im Workshop hat ergeben, dass „Hate Speech“ auch im persönlichen Rahmen bekannt ist.
Durch einen Perspektivwechsel konnten die Schülerinnen Umgangsweisen üben, die je nach Situations- und Verantwortungslage nützlich sind. Schließlich wurde festgehalten, Kritik immer auf ein momentanes Verhalten und nicht etwa direkt auf die Person oder den Charakter zu beziehen.

Lennart (FSJ-P’ler) begleitete den Workshop 4 „Rechtsextremismus – Was geht dich das an?“. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich anfangs mit einem Werbespot der NPD für eine Landtagswahl auseinander. Dabei wurde der Fokus auf Stellen gesetzt, die eventuell extremistische Aspekte beinhalteten. In einem weiteren Film lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über den NSU, seine Anschläge und Hintergründe von rechtsextremistischen Aktivitäten. Abschließend bewerteten die Schülerinnen und Schüler Alltagssituationen aus der Schule, die teils rechtextremistische Aussagen oder Aktionen beinhalteten und ordneten sie einer „Ampel“ zu (grün=akzeptabel; gelb=zu dulden, aber diskutabel; rot=völlig inakzeptabel, rassistisch/rechtsextrem). Sie kamen zu der Erkenntnis, dass viele Situationen im Schulleben bereits rassistisch oder rechtsextrem verstanden werden können und, dass jede Schülerin oder jeder Schüler seine Grenzen des Zulässigen an anderer Stelle setzt.

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Am Rande der Veranstaltung konnten die Schüler immer an den Büchertisch vor dem Messestand.

Im Workshop 5 „Kulturen, Vorurteile und radikale Meinungen – Wie gehe ich damit am besten um?“, der von Ali Can, Gründer der „Hotline für besorgte Bürger“ und Schirmherr des Jugendpolitiktages, geleitet wurde, beschäftigten sich die Schüler mit Gemeinsamkeiten der deutschen Sprache und Kultur mit der arabischen Sprache und Kultur. Selma (FSJ-P‘lerin) begleitete diesen Workshop. Ali Can vermittelte den Schülern, wie wichtig es im Kampf gegen Vorurteile und radikale Meinungen sei, sich dieser Gemeinsamkeiten bewusst zu werden. Außerdem erklärte er den Schülern anhand eines Videos, dass es sinnvoll sei, im Umgang mit Personen, die Vorurteile haben und radikale Meinungen vertreten, konstruktive und offene Fragen zu stellen. So soll erreicht werden, dass die Personen ihre eigene Sichtweise reflektieren und hinterfragen.

Nach der Arbeit in den Workshops wurden die Ergebnisse aller Gruppen im Plenum präsentiert. Dabei ist vor allem die Präsentation des zweiten Workshops herausgestochen. Dieser fand ohne unsere direkte Begleitung statt und stand unter dem Thema „Wortgewaltig – deine Message gegen Hass! Politischer Poetry Slam“. Durch einen hervorragend geschriebenen und vorgetragenen Poetry Slam hat Jana (Schülerin) am Ende das ganze Plenum begeistert. Alle waren sehr beeindruckt. Somit ist ein guter Abschluss des Jugenpolitiktages gelungen.
Im Veranstaltungsbericht könnt ihr euch ihren Poetry Slam nochmal in voller Länge ansehen, sowie weitere Infos zur Veranstaltung einsehen:
http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/publications/51415/

Bis bald,

Selma, Lars, Simon, Lennart & Paul

 

Konrad Adenauer. Ein Staatsmann aus Nordrhein-Westfalen – Vermächtnis und Auftrag

Paul Burgbacher; Lars Stötera; Selma Hettich; Lennart Lemgau
© Aschoffotografie | Veranstaltungsteam der KAS inklusive FSJ-Pler

Anlässlich Konrad Adenauers 142. Geburtstags feierte die Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit der „Stiftung-Bundeskanzler-Adenauer-Haus“ dies wie jedes Jahr am  05. Januar auf dem Petersberg im Steigenberger-Hotel.
Für uns stand somit kurz nach dem Urlaub eine Großveranstaltung auf dem Programm; 2018 startete also sehr gut.
Für zwei von uns, Lennart und Lars, hieß es modisch  und vor allem sicher gut ausgestattet, sich am einigen 100 Meter entfernten Parkplatz aufzuhalten. Hier mussten wir die ankommenden Besucher gelegentlich einweisen, insbesondere aber auf den Shuttle-Service zum Tagungsort auf dem Petersberg hinweisen. Hierfür trugen wir die neu kreierten KAS-Warnwesten.
Für die anderen beiden von uns, Selma und Paul, war der Arbeitsplatz auf der Empore am Eingang des Veranstaltungssaals. Wir mussten die Teilnehmer mithilfe der Listen von Hand registrieren. Jedoch hatten wir dafür mit Beginn der Veranstaltung von der Empore auch mit die besten Plätze, um der Veranstaltung zu folgen.

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© Aschoffotografie | Veranstaltungssaal auf dem Petersberg

Neben der Preisverleihung, an welcher wir durch das Anreichen der Präsente aktiv beteiligt waren, gefiel uns vor allem die Festrede zum 142. Geburtstag Adenauers sehr gut. Die Festrede wurde von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gehalten.
Anschließend hatten wir vier noch kurz die Gelegenheit mit Konrad Adenauer, dem Enkel des Bundeskanzlers Adenauer, ins Gespräch zu kommen. Er hat sich interessiert mit uns über unsere Tätigkeit bei der Adenauer-Stiftung und unsere weiteren Pläne unterhalten.

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© Aschoffotografie | Konrad Adenauer mit FSJ-Plern – (v.l.n.r.: Paul Burgbacher, Lennart Lemgau, Konrad Adenauer, Selma Hettich, Lars Stötera)

Genauere Informationen zum Ablauf und Inhalt der Veranstaltung gibt es hier: http://www.kas.de/wf/de/33.51244/

 

Bis bald,

Selma, Lars, Lennart & Paul

F.A.Z.-KAS – Debatte mit Norbert Lammert im Maritim Köln

Land in Sicht? – Deutschland, Frankreich und die Zukunft Europas

Die Umzugskartons noch nicht alle ausgepackt stand letzte Woche für uns eine Großveranstaltung mit ca. 500 Gästen auf dem Programm. Nachdem wir alle Materialien aus den Umzugsresten zusammengesammelt hatten, galt es wieder den Bus zu packen. Fertig gepackt fuhren wir nach Köln zum Maritim Hotel am Heumarkt. Da wir FSJ-Pler zu viert vor Ort waren, war der Bus schnell ausgepackt, sodass wir mit dem Aufbau beginnen konnten.

Beachflag-Maritim
Beachflag in der Eingangshalle des Maritim-Hotels

Aufgrund der Größe der Veranstaltung hatten wir zahlreiche Roll-Ups vor Ort, welche im Maritim und vor allem im Foyer unseres Veranstaltungsbereiches verteilt worden sind. Nicht zuletzt wurde von uns die Bühne gestaltet, auf welcher später die Podiumsdiskussion stattfand. Danach mussten wir, wie es bei den Großveranstaltungen üblich ist, die Registrierung der Gäste aufbauen. Dafür hatten wir zahlreiche Laptops im Gepäck. Diese brauchten jetzt nur noch einen funktionierenden Netzwerkanschluss, was wir nach einigen Schwierigkeiten aber hinbekommen haben.

Registrierung
Registrierung der Gäste am Eingang

Als der Aufbau geschafft war, stand uns ein Zeitfenster für eine Pause zur Verfügung. Gegen 18 Uhr begaben wir uns dann alle langsam auf unsere Posten. Wir waren in erster Linie für die Registrierung vorne am Eingang zuständig. Hier waren die Gäste, wenn möglich mithilfe der Scanner, gegebenenfalls per Hand, in das System einzutragen. Jedoch fiel auch die Saalbetreuung in unseren Aufgabenbereich. Hier galt es darauf zu achten, dass die Gäste ihre Garderobe abgeben und vor allem Speisen und Getränke im Foyer ließen. Denn hier war für die Gäste zuvor ein Empfang mit Kölsch, Getränken und nahrhaften Kleinigkeiten bereitet. Gelegentlich halfen wir bei der Zuweisung reservierter Plätze im Saal.

Saal-Maritim
Saal „Maritim 1“ mit Podium und 600 gestellten Stühlen

Nachdem alle Gäste den Saal betreten hatten, konnte die Veranstaltung beginnen. Der Beginn wurde mit einem deutlichen Gong markiert. Daraufhin betraten Prof. Dr. Norbert Lammert (Bundestagspräsident a.D.), Michaela Wiegel (F.A.Z.-Korrespondentin in Paris) und Dr. Nino Galetti (Leiter des Auslandsbüros der KAS in Paris) sowie die Moderatorin Brigitte Büscher, welche aus der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ als dortige Co-Moderatorin bekannt ist, den Saal. Für uns war damit der wesentliche Teil unserer Arbeit erstmal erledigt. Wir konnten im Folgenden der Diskussion folgen.

Rednerpult
Kulisse mit Rednerpult auf dem Podium

Das Publikum wurde durch TED-Umfragen in das Programm miteinbezogen. Es wurde ein „Vorher-Nachher-Vergleich“ gezogen, indem am Anfang drei Fragen an das Publikum gestellt worden sind. Diese drei Fragen wurden am Ende der Veranstaltung erneut gestellt. So konnte man erkennen, inwieweit die Veranstaltung die Zuschauer in ihren Sichtweisen verändert hat. Inhaltlich behandelte die Diskussion das Duo Merkel-Macron, das Europa verschiedener Geschwindigkeiten unter deutsch-französischer Führung sowie das Zusammenspiel der europäischen Staaten bei internationalen Krisen.

Paul Burgbacher; Lars Stötera; Selma Hettich; Lennart Lemgau
Büro „Bundesstadt Bonn“ mit FSJ-Plern und Prof. Dr. Norbert Lammert (Bundestagspräsident a.D.)

Nach Ende der Veranstaltung bauten wir ab. Wir vier packten alles zusammen und luden die Materialien schließlich in den Bus. Dann stand mit der Heimfahrt für uns der letzte Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Es war ein sehr langer Arbeitstag, der allerdings sehr viel Spaß gemacht hat und ebenso interessant war.

Weitere Informationen gibt’s wie immer im Veranstaltungsbericht: http://www.kas.de/wf/de/33.51099

Wir freuen uns schon auf die kommenden Veranstaltungen …

Bis dahin,

Selma, Lars, Lennart & Paul